Benjamin Grasse

Barcelona-Gipfel der Progressiven: Lateinamerikas Präsidenten treten für Kuba und gegen Kriege ein

Aufruf zu Dialog im Nahen Osten, Abrüstung weltweit und Selbstbestimmung
Barcelona. Progressive politische Kräfte haben letzte Woche bis zum Wochenende in der katalanischen Hauptstadt getagt. Dabei spielten lateinamerikanische Politiker und Regierungsoberhäupter eine zentrale Rolle. Ziel war es, Alternativen zu den weltweit erstarkenden ultrarechten... weiter

Ultrarechte Regierung in Chile bremst Aufarbeitung der Diktatur

Enteignung von Colonia Dignidad ausgesetzt. Leitung des Suchplans für Verschwundene entlassen. Deutschland hält am Gedenkort fest
Santiago. Chiles neue Regierung hat die 2025 beschlossene Enteignung von Grundstücken der ehemaligen deutschen Sekte Colonia Dignidad ausgesetzt. Gleichzeitig wird der ebenfalls von der Vorgängerregierung von Gabriel Boric ins Leben gerufene Nationale Plan zur Suche nach Wahrheit... weiter

US-Justizministerium streicht zentralen Vorwurf gegen Maduro

Vorwurf, Maduro habe das "Cartel de los Soles" geführt, entfällt. Anklage wegen Drogenhandel, Verschwörung und Waffenbesitz bleibt bestehen
Washington/Caracas. Nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro aus Caracas durch das US-Militär, hat das US-Justizministerium einen der Hauptanklagepunkte fallen gelassen, der die Grundlage für den Prozess gegen ihn in den USA darstellte. Bereits am Tag nach... weiter

Jahrestag des Militärputsches in Argentinien: Kundgebungen und Kultur gegen das Vergessen

Breites gesellschaftliches Bündnis hat zu Demonstrationen aufgerufen. Kulturangebote begleiten Jahrestag. Regierung schwächt Erinnerungskultur
Buenos Aires. Argentinien gedenkt heute des 49. Jahrestages des Putsches von 1976, auf den eine jahrelange Militärdiktatur und schwere Menschenrechtsverletzungen folgten. Das Land begeht diesen besonderen Tag mit Kundgebungen und kulturellen Veranstaltungen im ganzen Land. Ein... weiter

Eine Revolution in der Revolution

Ignacio Ramonet (li.) mit Nicolás Maduro (re.)
Ignacio Ramonet im Gespräch mit Venezuelas Präsident Nicolás Maduro
Nachdem ihr Versuch gescheitert ist, den am 14. April demokratisch gewählten Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, zu delegitimieren, bereitet sich die Opposition auf die Regionalwahlen vom 8. Dezember vor. Mit diesem Ziel vor Augen behauptete sie unlängst – unterstützt von der internationalen... weiter

Die absurde internationale Politik von Capriles Radonski

Was die Wahlkampagne des Oppositionskandidaten für die Außenpolitische Positionierung Venezuelas im Fall eines Regierungswechsels erwarten lässt
Im Jahr 1998, vor dem Amtsantritt der aktuellen Regierung von Präsident Hugo Chávez, war Venezuela ein Land mit nur sehr beschränkten internationalen Beziehungen. Anders ausgedrückt: Venezuela war weit davon entfernt, mit unterschiedlichen Ländern Beziehungen zu pflegen. Die Regierungen begnügten... weiter

Asyl für Assange und die Nord-Süd Diplomatie

Die Argumentation des ecuadorianischen Außenministeriums und der Verteidigung von Wikileaks-Gründer Julian Assange
Als Ecuadors Außenminister Ricardo Paitiño am Donnerstag dieser Woche die Entscheidung seiner Regierung bekanntgab, dem Wikileaks-Gründer Julian Assange politisches Asyl zu gewähren, hat er eine außergewöhnliche Situation geschaffen. Diese Lage spiegelt ohne Zweifel die sich wandelnden Realitäten... weiter

Staatsstreiche 2.0 in den Amerikas

Die Absetzung des Präsidenten von Paraguay ist Ausdruck einer neuen Form des Putsches
Die Schwierigkeiten, die sich gegenwärtig in Lateinamerika abzeichnenden alternativen Prozesse zu verstehen, sind allgemein bekannt. In ihnen kreuzen sich diverse Akteure und Pläne im Willen, mit der Geschichte der Unterdrückung und Ausgrenzung des Subkontinents zu brechen. Einerseits ist der... weiter

Caracas, das urbane Monster

Francisco Farruco Sesto über die sozialistische Umgestaltung von Caracas und die Gran Misión Vivienda
Francisco Farruco Sesto, Minister für sozialistische Umgestaltung von Caracas, ist eine der Schlüsselfiguren im Prozess der Umgestaltung der Hauptstadt. Farruco ist 1943 in Vigo/Galizien in Spanien geboren und wanderte mit zwölf Jahren nach Caracas aus. "Ich fühle mich als Venezolaner, der aber... weiter