Hans Weber

Catatumbo fürchtet Eskalation

Kohlemine in Kolumbien: Erst kommt das Militär, dann die Konzerne
Geplante Kohleförderung provoziert humanitäre Krise in der kolumbianischen Region. Vertreter der Bewohner zu Gast in Deutschland
Bogotá. Fast 800.000 Tonnen Steinkohle will das Kohleunternehmen Geofisin EU in der nordostkolumbianischen Region Catatumbo jährlich fördern. Diese Quote soll möglichst bald allein in einem Gebiet von 1500 Hektar erreicht werden. Weitere sieben multinationale Unternehmen planen die... weiter

ELN zum Friedensdialog bereit

Zum Dialog bereit: ELN-Chef Rodríguel Bautista
Zweitgrößte Guerillaorganisation Kolumbiens schlägt verfassunggebende Versammlung vor. Keine Reaktion der Regierung Santos
Bogotá. Der Oberkommandant des Nationalen Befreiungsheers (ELN), Nicolás Rodríguez Bautista hat die Bereitschaft seiner Organisation zu einem Friedensdialog erklärt. Die 15-minütige Rede des Rebellenführers mit dem Alias "Gabino" wurde am Mittwoch bei der Videoplattform Youtube... weiter

Klage gegen Uribe in Spanien

Plakat gegen Uribe
20 Fälle von Bespitzelungen auf der iberischen Halbinsel. Menschenrechtler fordern Prozess
Bogotá. Am vergangenen Dienstag haben zwei kolumbianische Flüchtlinge bei einem Gerichtshof in Madrid Klage gegen den Ex-Präsidenten ihres südamerikanischen Herkunftslandes, Álvaro Uribe, eingereicht. Die Kläger beschuldigen Uribe, für die Bespitzelung von mindestens 20 Menschen... weiter

Soldat klagt Armee wegen Drogenhandels an

Wird nach Aussage bedroht: Soldat John Quirama
Vorwurf: Militäroffiziere machten gemeinsame Sache mit Drogenhändlern. 22 ermordete Zivilisten als Paramilitärs ausgegeben
Bogotá. Das 43. Infanteriebataillon der kolumbianischen Armee soll im südlichen Bundesstaat Vichada im Drogenhandel mit paramilitärischen Gruppen zusammengearbeitet haben. Das erklärte am Mittwoch der Berufssoldat John Quirama gegenüber der Menschenrechtsabteilung der... weiter

General mit Verzögerungstaktik

General Rito Alejo del Río
Enthauptungsprozess in Kolumbien: Diskreditierungskampagne gegen Ankläger. Zahlreiche Hinweise auf Verbindungen zu Paramilitärs
Bogotá. Am vergangenen Mittwoch fand in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá der jüngste Verhandlungstag im Prozess gegen den General a.D., Rito Alejo del Río, statt. Er wird beschuldigt, verantwortlich für die Enthauptung des Bauern Marino López im Jahr 1997 zu sein. Bei der... weiter

Gewalt gegen Vertriebene in Kolumbien

Kolumbien: Tödliche Gewalt gegen soziale Aktivisten dauert an
Debatte in Kolumbien nach Mord an Bauernaktivisten in der Region Urabá. Großgrundbesitzer schüchtern legitime Besitzer des Bodens ein
Bogotá. Die Gewalt gegen Landarbeiter in Kolumbien dauert auch unter der neuen Regierung von Präsident Manuela Santos in unverminderter Härte an. Vor einer Woche wurde der führende Bauernaktivist Hernando Pérez in der nordwestlichen Region Urabá ermordet. Pérez war Sprecher von 25... weiter

Massenentlassungen im Bergbau

Illegaler Verkauf der Frontino Gold Mines. Leben von Gewerkschaftern bedroht
Bogotá. Letzte Woche erhielten 1.500 Arbeiter des Goldminenunternehmens Frontino Gold Mines im nordwestlichen Bundesstaat Antioquia die Kündigung. Die Entlassung nahezu der gesamten Belegschaft fand statt, kurz nachdem das Unternehmen illegal an den kanadischen Konzern Medoro... weiter

Ambitionen auf Sitz im UNO-Sicherheitsrat

Santos sieht Kolumbien im UNO-Sicherheitsrat. Unterstützung durch französische Diplomatie wegen Verhandlungen über Rüstungskäufe
Bogotá. Den Eintritt Kolumbiens in den UNO-Sicherheitsrat unterstützen 70 Länder. Das betonte unlängst der kolumbianische Präsident Manuel Santos. Die Mitgliedschaft im mächtigsten Organ der Vereinten Nationen war ein bereits von der Vorgängerregierung verfolgtes Ziel. Kurz vor dem... weiter