Hintergrund & Analyse (Südamerika)

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Ein finsteres Komplott erschüttert Brasilien

Bolsonaro, die Verbindungen und die Hypothesen eines offenen Falls
"Jetzt kann niemand mehr leugnen, dass ein Staatsstreich geplant war, um uns an der Übernahme der Präsidentschaft zu hindern", sagte Brasiliens Präsident Lula da Silva am 28. November in Brasília, nur wenige Meter von dem Ort entfernt, an dem am 8. Januar 2023 eine Pro-Bolsonaro-Bewegung in den... weiter

Waldbrände in Brasilien, Bolivien und Paraguay: Die Folgen des Agrargeschäfts

Ausdehnung der landwirtschaftlichen Flächen für Monokulturen und Viehzucht verantwortlich
Monokulturen und Viehzucht sind verantwortlich für den Rauch, der in einem Dutzend Provinzen Argentiniens zu spüren ist. Diese Problematik wird von Organisationen und Forschern aus Brasilien, Bolivien und Paraguay angeprangert. Sie sehen die Ursache in der Ausdehnung der landwirtschaftlichen... weiter

Gewerkschaftliche Organisation im Bananensektor in Ecuador: "Wir müssen den Kampf vereinen"

Weder Regierungen noch Unternehmen haben ein Interesse daran, die Umstände der Arbeiter grundsätzlich zu ändern
Der Bananensektor ist einer der Bereiche der Lebensmittelproduktion, in dem Arbeitende am stärksten ausgebeutet werden. Schlechte Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsbedingungen prägen den Alltag vieler Arbeitenden. Die Lateinamerika Nachrichten sprachen mit Jorge Acosta, dem Gründer der Gewerkschaft... weiter

Kolumbien: Leben für die Rechte des eigenen Volkes

Interview mit Guillermo Tenorio Vitonas, einem Gründervater des Regionalen Indigenen Rates des Cauca
Vom ersten Tag an war Guillermo Tenorio Vitonas Teil des Consejo Regional Indígena del Cauca (Cric, Regionaler Indigener Rat des Cauca). Bereits mit 18 Jahren begann er, sich mit anderen Bewohner:innen aus dem Cauca, einer Provinz südlich von Cali, zu organisieren, als die Gewalt des bewaffneten... weiter

COP16 bringt Erfolg für Afro- und Indigene Gemeinschaften, scheitert aber an Finanzierung

Zentrale Fragen unbeantwortet: Wer stellt die notwendigen Mittel bereit? Wie wird die Einhaltung der Beschlüsse überprüft?
Die UN-Biodiversitätskonferenz im kolumbianischen Cali endet nach zähen Verhandlungen in der sogenannten "blauen Zone" am Samstag ohne Abschlusserklärung. Die Konferenz, die vom 21. Oktober bis zum 2. November stattfand, sollte dazu dienen, Wege gegen das Artensterben zu finden und die globalen... weiter

In Argentinien starben im letzten Jahr 135 Wohnungslose

Fälle institutioneller Gewalt um 500 Prozent gestiegen. Hassreden als Nährboden für gesellschaftliche Gewalt
Der dritte Bericht des einheitlichen Registers für Gewalt gegen Obdachlose (RUV) hat eine Zunahme der verschiedenen Formen von Feindseligkeit gezeigt, wobei 320 Gewaltvorfälle festgestellt wurden. Demnach starben zwischen dem 15. August 2023 und dem 15. August 2024 landesweit 135 Menschen auf... weiter

Unternehmen und Paramilitarismus in Kolumbien

Chiquita ist bei weitem nicht das einzige Unternehmen, dem die Finanzierung von Paramilitärs vorgeworfen wird
Ein US-Gericht befand kürzlich den multinationalen Konzern Chiquita Brands der Finanzierung des Paramilitarismus in Kolumbien für schuldig (amerika21 berichtete). Dieses Unternehmen ist jedoch nicht das einzige, dem die Finanzierung solcher Gruppen vorgeworfen wird; gegen Ecopetrol, Postobón, Coca-... weiter

Appell zur Bewältigung der Krise in Ecuador

Das politische Klima in Ecuador ist heiß wie die Sommersonne. Das Verbrechen wütet im ganzen Land
Kriminelle Banden löschen alles aus, was ihnen in die Quere kommt und das Drogengeschäft ist ein ständig umkämpftes Feld, das eine endlose Spur von Opfern hinterlässt. Die Logik der Kontrolle und der interne Krieg, der tagtäglich um die Ausdehnung von Territorien geführt wird, ist in Ecuador zu... weiter

Paradigmenwechsel in Argentinien

Präsident Milei demontiert die Politik der Erinnerung, Wahrheit und Gerechtigkeit für die Argentinien in der Region und weltweit bekannt ist
Argentinien erlebt seit dem Antritt der Regierung unter Javier Milei einen bedeutenden Paradigmenwechsel. Die Erinnerungskultur an die Verbrechen während der argentinischen Diktatur zwischen 1979 und 1983 verkommt immer mehr zu einer Verachtungskultur des zivilgesellschaftlichen Engagements für die... weiter

Hoffnung für Trans-Community in Kolumbien

Parlament diskutiert Gesetzentwurf, der die Lebensbedingungen von Trans- und nicht-binären Personen nachhaltig verbessern soll
Transpersonen in Kolumbien führen derzeit einen bedeutenden politisch-juristischen Kampf. Ein bahnbrechendes Gesetz für die Transgemeinschaft scheint erstmals in greifbarer Nähe: Seit mehreren Wochen debattiert der Kongress über einen Gesetzentwurf, der die Lebensbedingungen von Trans- und nicht-... weiter

Peru nach dem Tod von Fujimori: Ehrung eines Diktators

Die dreitägige Totenwache und die Beerdigung von Alberto Fujimori wurden zu einer Operation zur Beschönigung der Verbrechen der Diktatur
Es waren Tage des Lobes für die Figur, die die peruanische Politik entwürdigt hat; Tage des Schweigens über die Menschenrechtsverletzungen und die große Korruption seiner Regierung; ein Affront gegen das historische Gedächtnis des Landes, gegen die Demokratie und gegen die Opfer der Diktatur.... weiter

Venezuela: Kultur, Brot und Revolution

Für das Kollektiv La Minka aus Caracas gehen Kultur und Brotbacken Hand in Hand mit dem Projekt, eine sozialistische Kommune aufzubauen
Das Kollektiv La Minka hat seinen Sitz in einem vielseitig nutzbaren Kulturraum in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores im Westen von Caracas. Auf der Fassade des Gebäudes, einer ehemaligen Druckerei, prangt über die drei Stockwerke hinweg ein farbenfrohes Wandgemälde, das verschiedene... weiter

Kolumbien: Menschen statt Kühe

Die geplante Agrarreform der Regierung von Gustavo Petro ist mehr als nur Rhetorik
In Kolumbien steht Kühen mehr Land zur Verfügung als Bäuer:innen: 80 Prozent der Agrarflächen sind im Besitz von einem Prozent der Bevölkerung und mehr als die Hälfte der Menschen, die Ländereien bewirtschaften, besitzt kein eigenes Land. Laut einer Oxfam-Studie von 2018 ist Kolumbien damit das... weiter

Ecuador: Narcos kommen nicht über Nacht

Ecuador nutzt die Krise zur Kriminalisierung der Armen, sagt Anthropologin Paulina Méndez
"Isla de Paz", Friedensinsel. So wurde Ecuador lange genannt. Der kleine Andenstaat machte im Gegensatz zu den Nachbarländern Kolumbien und Peru – Hauptproduzenten von Kokain – keine Schlagzeilen mit hohen Mordraten und unsicheren Straßen. Im Gegenteil, bis vor wenigen Jahren galt Ecuador als das... weiter

Kolumbien: Der eigentliche Kern des "totalen Friedens" ist der Paramilitarismus

Mit der Forderung "Den Paramilitarismus zerschlagen" hat der Congreso de los Pueblos eine landesweite Mobilisierung gestartet
Am 4. Juni erwachte das Land mit Nachrichten von Blockaden strategischer Straßen, von der Übernahme öffentlicher Infrastrukturen und der Einrichtung einer humanitären Zufluchtsstelle in der Apostolischen Nuntiatur in Bogotá. Es handelte sich um eine Mobilisierung unter dem Motto "Den... weiter