Hintergrund & Analyse (Politik)

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Brasiliens Stichwahl: Letzte Chance für den Amazonas?

Unter Bolsonaro Beschleunigung der Entwaldung, Militarisierung und Freibrief für den Bergbau
Die brasilianische Präsidentschaftsstichwahl am 25. Oktober 2026 steht im Fokus internationaler Umweltdebatten, weil das Ergebnis weitreichende Folgen für den Amazonas und die globale Klimapolitik hat. Der konservative Kandidat Flávio Bolsonaro, Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro,... weiter

Brasilien: "Wenn wir nicht kämpfen, verlieren wir alles"

Interview in Berlin mit Marli Borges und Diogo Cabral zum Pestizidkrieg der Agrarindustrie in Maranhão
Anlässlich der Vortragsrunde "Der Pestizidkrieg der Agrarindustrie in Maranhão" am 14. September in Berlin sprach Lateinamerika Nachrichten mit zwei Mitgliedern der Delegation aus dem brasilianischen Bundesstaat Maranhão. Dabei berichteten Marli Borges von der Quilombola-Bewegung von Maranhão (... weiter

Der neue Aufschwung der Ultrarechten in Brasilien

Kongress in der Hand der Bolsonaristen. Untere Schichten und Nordosten hinter Lula
Das Wahlergebnis in Brasilien hat gezeigt, dass die Verbesserung einiger sozialer Indikatoren nicht ausreicht, um die extreme Rechte in Schach zu halten. Lulas Herausforderung wird darin bestehen, seine eigene soziale Basis zu mobilisieren und jene Bevölkerungsgruppen für sich zu gewinnen, die im... weiter

"Das Leben in Kuba ist zur Zeit die Hölle"

amerika21 sprach mit dem deutsch-kubanischen Schauspieler und Schriftsteller Aciel Martínez Poll über den Alltag in Kuba, die Doppelmoral der "westlichen Welt" und die Solidarität aus Deutschland
Thorben Austen: Sie haben kürzlich das Buch "Leben in Kuba: Im Würgegriff der US-Hegemonie und das Schweigen der moralischen Lämmer" veröffentlicht. Wie ist das Alltagsleben in diesen Monaten in Kuba? Aciel Martínez: Hölle. Ich würde es gerne anders nennen und... weiter

Brasilien vor einer entscheidenden Präsidentschaftswahl

Wahlkampf unter US-Offensive und Rechtsruck in Lateinamerika. Entscheidung zwischen Lula und Bolsonaro
Am 4. Oktober 2026 wählt Brasilien ein neues Staatsoberhaupt. Drei Wochen später dürfte eine Stichwahl folgen. Dreizehn Kandidat:innen treten an, doch das Rennen läuft in Wirklichkeit zwischen dem amtierenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und dem ultrarechten Senator Flávio Bolsonaro. Vor... weiter

Argentinien ist nicht zu verkaufen

Eine gesellschaftliche Mehrheit stoppt den Landverkauf an ausländische Investor:innen
Der Gesetzentwurf der Regierungspartei wurde dem Senat ohne seinen zentralen Teil vorgelegt: die Reform des Grundstücksgesetzes, die den Erwerb von ländlichen und städtischen Grundstücken durch auswärtige Käufer:innen erleichtern sollte. Während der Sitzung wurde ein weiteres Kapitel gestrichen,... weiter

Widerstand aus Havanna

Wie verteidigungsfähig ist die kubanische Revolution?
"Die Vorbereitung der Bevölkerung auf die Verteidigung bleibt Priorität", Miguel Díaz-Canel In einem Podcast mit dem US-Komiker Hasan Minhaj erklärte der ehemalige Berater der Obama-Administration, Ben Rhodes, einen US-Angriff der gegenwärtigen Trump-Administration auf Kuba für denkbar. "Öl in... weiter

Reisebericht aus Kuba: "Schwerste Krise seit der Revolution"

Ein Reisebericht aus einem Kuba zwischen Mangel, Reformen, Solidarität und Widerstandskraft
Ich habe im August gut drei Wochen lang Kuba besucht, die ersten zwei Wochen im Rahmen der 53. Europäischen Solidaritätsbrigade José Martí. Viele Menschen im Land bezeichnen die Monate seit Jahresbeginn als die schwersten seit der Revolution. Besonders die heißen Sommermonate im Juli und August... weiter

Globaler Süden: Die Achse des Widerstands gegen die Tyrannei der Algorithmen

Gespräch mit Ignacio Ramonet über KI, Geopolitik und der Kampf um Souveränität in Lateinamerika
Ignacio Ramonet ist eine führende Referenz für alle, die die Mechanismen der Macht entschlüsseln wollen, eine unverzichtbare Persönlichkeit für jeden, der die Kräfte verstehen möchte, die unsere Welt prägen. Als Doktor der Semiotik, ehemaliger Redakteur von Le Monde diplomatique, Autor von "Die... weiter

Kritik am geplanten Lobby-Kontroll-Gesetz in Argentinien

Beim "Lobby-Gesetz" geht es um die Überwachung und Kontrolle der Zivilgesellschaft
Die argentinische Regierung unter Präsident Javier Milei hat einen Entwurf für ein Gesetz erarbeitet, dessen erklärtes Ziel es ist, die Transparenz im Zusammenhang mit Lobbyarbeit zu fördern. Menschenrechtsorganisationen zufolge zielt das geplante Gesetz jedoch darauf ab, zivilgesellschaftliche... weiter

Venezuela braucht einen "neuen Befreiungskampf"

Interview mit Ex-Vizepräsident Elías Jaua zu US-Vormundschaft. Regierungsbilanz und Stand der Basisorganisation
Das vorliegende Interview wurde Mitte Mai veröffentlicht, also vor dem Erdbeben in Venezuela. Nach der Naturkatastrophe, die die Zwangsvormundschaft der USA immer weiter vertieft, bleibt Jauas Analyse aktuell, zum Beispiel hinsichtlich einer "militärischen Besatzung". Er erläutert unter anderem,... weiter

US-Zölle und Wahlmanipulation in Brasilien

Warum das PIX-Zahlungssystem für Washington zur strategischen Bedrohung geworden ist
Das Ziel besteht darin, die derzeitige Regierungsfähigkeit zu untergraben, um bei den kommenden Wahlen in Brasilien eine Rückkehr der Rechten zu begünstigen. (El Tábano, Economista) Die neue Zolloffensive der USA gegen Brasilien ist von einem Paradoxon geprägt. Washington hat beschlossen, ein... weiter

Sanktionen verschlimmern die Folgen des Erdbebens in Venezuela erheblich

Eingefrorene Milliarden und blockierte Finanzmittel behindern Nothilfe und Wiederaufbau
Bei dem Doppelbeben vom 24. Juni in Venezuela sind nach aktuellen Regierungsberichten mehr als 3.800 Menschen ums Leben gekommen und 16.700 verletzt worden. Für Tausende Überlebende hat sich eine medizinische Krise entwickelt und 17.800 Menschen sind obdachlos. Es gibt erschütternde Berichte... weiter

Die Protestbewegung in Bolivien

Rückblick auf die jüngste Welle der Proteste. Regieren ohne soziale Bewegungen nicht möglich
Bis zur Aufhebung der Straßensperren Ende Juni hatte die Protestbewegung in Bolivien 52 Tage in Folge Demonstrationen und Straßenblockaden durchgeführt. Dazu gehörten insgesamt 50 Blockadepunkte im nationalen Straßennetz. Damit brachten die Demonstrierenden ihre Unzufriedenheit mit der derzeitigen... weiter

Katastrophenkapitalismus in Venezuela wie in Haiti?

Imperiale Kontrolle unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe nach dem Erdbeben in Venezuela
Es ist geradezu obszön, dass ausgerechnet das SouthcomSouthcom ist das Regionalkommando der US-Streitkräfte für Lateinamerika und die Karibik. Es spielte eine zentrale Rolle bei der Entführung von Nicolás Maduro und Cilia Flores am 3. Januar 2026 und ist maßgeblich an den seit September 2025... weiter