Hintergrund & Analyse

Die Lage der lateinamerikanischen Linken

Der brasilianische PT-Politiker Valter Pomar analysiert die Bedingungen und Möglichkeiten der linken Wende in Lateinamerika: Das "offene Fenster" für Erfolge der Linken könnte sich schließen
Was hier ausgeführt wird, trifft heute häufig keine widerspruchsfreie politische Übersetzung in Ozeanien, Afrika, Europa und den Vereinigten Staaten. In Lateinamerika nehmen wir heute an dem Versuch teil, einen neuen sozialistischen Zyklus zu beginnen, an einer Debatte und praktischen Handlungen... weiter

"Es geht um weit mehr, als nur um die Löhne"

Jaime Deluquez, Vorstandsmitglied der Bergarbeitergewerkschaft Sintracarbon, zum Streik in der Kohlemine El Cerrejón in Kolumbien
Am 16. und 17. Februar besuchten drei Mitglieder des Aktionsbündnis Gegenstrom 13 die streikenden Bergarbeiter der kolumbianischen Gewerkschaft Sintracarbon und führten ein Interview mit dem Vorstandsmitglied Jaime Deluquez. Die Bergarbeiter der größten Tagebaumine der Welt, El Cerrejón im... weiter

Venezuela: "Schluss mit Geschenken"

Die Währungsabwertung wird keine großen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung Venezuelas haben. Die Frage nach zukünftigen Alternativen zu einer erdölabhängigen Importökonomie bleibt unbeantwortet
Die Wirtschaft sei die größte Sorge des Präsidenten, erklärte Vizepräsident Nicolás Maduro anlässlich der jüngsten Währungsabwertung in Venezuela. Doch nicht nur Hugo Chávez, auch seine Kabinettsmitglieder scheinen aufgrund der Wirtschafts- und Finanzlage des Landes besorgt. Finanzminister Jorge... weiter

Lateinamerika und die Positionierung der Linken

Zwischen Extraktivismus und Buen Vivir. Ein Diskussionsbeitrag zu Ansätzen für den Umgang mit den aktuellen Transformationsprozessen in Lateinamerika
Wie verärgert und ungehalten die hiesigen Medien das Wahlergebnis vom 7. Oktober 2012 in Venezuela zur Kenntnis nahmen, zeigte sich einmal mehr in der FAZ, die in einem Kommentar am 17. Oktober meinte, dass "der Venezolaner Chávez der Garant für den Machterhalt (in Lateinamerika) ist". Doch – so... weiter

Medellín zehn Jahre nach der Operation "Orion"

Maurice Lemoine über die Entwicklung des Paramilitarismus in Kolumbien und seine Auswirkungen auf die Armenviertel von Medellín
Am 2. Dezember 1993 starb der berühmte und mächtige Chef des Drogenkartells von Medellín, Pablo Escobar, von Kugeln durchlöchert auf dem Dach eines Hauses im Viertel Los Olivos. Damit endete die jahrelange Verfolgung des Drogenbarons durch die militärische Elite-Einheit Bloque de búsqueda,... weiter

Ecuador vor den Wahlen

Die soziale und politische Landschaft Ecuadors am Vorabend der Wahlen 2013. François Houtart über den Zwischenstand eines Transformationsprojektes in Lateinamerika
Wie in allen lateinamerikanischen Ländern, dreht sich in Zeiten von Wahlen alles um Politik. Andere Aktivitäten werden vernachlässigt oder zu Wahlzwecken instrumentalisiert. In einer Zeit des tief greifenden Wandels, der sich in unterschiedlichen Richtungen vollziehen kann und bedeutende... weiter

Massenhaftes Schweigen und kämpferische Worte

Nach jahrelanger öffentlicher Zurückhaltung meldet sich die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) in großem Stil zurück
Folgender Artikel stammt aus der am kommenden Wochenende erscheinenden Ausgabe 464 der Lateinamerika Nachrichten (Januar 2013). Am 21. Dezember 2012 haben sich die Zapatisten der mexikanischen Öffentlichkeit mit mehreren Schweigemärschen in Erinnerung gerufen. Mit Kommuniqués und zwei Briefen kurz... weiter

Kohleabbau und sozialer Konflikt in Kolumbien

Der Energie-Konzern Vattenfall will in Hamburg-Moorburg Steinkohle aus dem kolumbianischen Tagebau El Cerrejón verbrennen. Eine transnationale Produktionskette auf Kosten der lokalen wie der globalen Umwelt
Eine wesentliche Ursache des nun schon über 60 Jahre andauernden Bürgerkrieges in Kolumbien ist der Kampf um die Bodenschätze des Landes, ebenso wie der Konflikt um Land. Im Hintergrund stehen internationale Konzerne und streichen milliardenschwere Profite ein. Die Schmutzarbeit vor Ort lassen sie... weiter

Des kleinen Drachen Hinterland

In keiner Region hat die Republik China (Taiwan) so viele diplomatische Verbündete wie in Mittelamerika - ein kleiner historischer Überblick über eine weitgehend unbekannte Allianz
Die Republik China, vor allem bekannt unter seinem Namen Taiwan, ist international isoliert. Lediglich 23 international allgemein anerkannte Staaten erkennen Taiwan anstatt der Volksrepublik China an. Von diesen Staaten liegen zwölf in Mittel- und Südamerika. Das macht das westpazifische Taiwan zu... weiter

Der Prozess des Wandels – Bilanzen und Herausforderungen

Eine Bestandsaufnahme der bolivianischen Politik zum Jahreswechsel 2012-2013
Ungeachtet der verschiedenen Erfolge, Schwierigkeiten und Widersprüche, der sich die bolivianische Regierung in den vergangenen zwölf Monaten ihrer Regierungsführung ausgesetzt sah, war das Jahr 2012 für den "Prozess des Wandels" im Plurinationalen Staat Bolivien ein Jahr der Transformation. Und... weiter

Kubas ökonomische Maßnahmen

Interview mit Dr. Tobias Kriele: Sicher hängt der Sozialismus nicht davon ab, ob dem Staat die Schere des Friseurs gehört.
Tobias, du lebst seit 2003 mit Unterbrechungen jetzt acht Jahre in Kuba, hast dort dein gesamtes Studium und kürzlich eine Promotion im Fach Philosophie beendet. Kannst du aus deiner Sicht und aufgrund deiner Erfahrungen eine Einschätzung zu den Veränderungen geben, die in Kuba seit 2011... weiter

So wird 2013

Ignacio Ramonet über die für das beginnende Jahr entscheidenden globalen Entwicklungen und regionalen Konflikte
Nachdem wir am 21. Dezember den angekündigten Weltuntergang überlebt haben, müssen wir nun versuchen, – mit vorsichtigen und mehr noch kartesianischen Argumenten – unsere unmittelbare Zukunft vorherzusagen. Wir stützen uns dabei auf die Prinzipien der Geopolitik, eine Disziplin, die es uns erlaubt... weiter

Nicolás Maduro: Vom Busfahrersitz in den Präsidentenpalast

Kommentar zum Lebensweg des Außenministers und Vizepräsidenten Venezuelas und den Herausforderungen, denen er sich angesichts der zeitweiligen Abwesenheit von Hugo Chávez gegenüber sieht
In seiner Jugend während der Oberschulzeit war Nicolás Maduro Studentenführer und Mitglied der Sozialistischen Liga. Die Liga Socialista war der parlamentarische Arm der Organisation der Revolutionäre (OR), die ihrerseits aus Guerilla Frente Guerrillero Antonio José de Sucre hervorgegangen war. Zu... weiter

Verbrechen und Straflosigkeit

Eine Analyse zur Entwicklung der Gewalt-Kriminalität und dem Kampf um soziale Rechte in Honduras
Diese Analyse erscheint im halbjährlichen Infoblatt des Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit (München). Die aktuelle Ausgabe kann hier bestellt werden. Mit 91,6 Morden pro 100.000 Einwohner im Jahr 2011[1] ist Honduras eines der gefährlichsten Länder der Welt. Die Mordrate ist seit 2004... weiter

Lateinamerikanische Wege der Transformation

Dieter Boris diskutiert die Beiträge aus dem Band "Demokratie, Partizipation, Sozialismus" der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Dieser Diskussionsbeitrag erschien in der aktuellen Ausgabe 92 von Z - Zeitschrift Marxistische Erneuerung und befasst sich mit dem Buch "Demokratie, Partizipation, Sozialismus. Lateinamerikanische Wege der Transformation", Manuskripte Band 96 der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Das Buch steht hier online... weiter