Hintergrund & Analyse

FMLN bezahlt für ihre Selbstgefälligkeit

Die FMLN verliert die Mehrheit im Parlament. Analysten führen dies auf ihre mangelnde Nähe zur Bevölkerung zurück
Die Prognosen für die Kommunal- und Parlamentswahlen vom vergangenen Sonntag haben sich bestätigt, wobei es für die Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) zum vielleicht schlimmsten der zuvor ausgemalten Szenarien gekommen ist. Zusätzlich zu dem Verlust der Mehrheit im Parlament, und... weiter

Der deutsche Hirte reist nach Mexiko und Kuba

Welche Folgen wird der Besuch des Papstes auf Kuba haben?
Lateinamerika hat Erfahrung mit "Hirtenbesuchen". Der polnische Papst Karol Wojtyla, politisch geprägt von dem Kampf gegen die damalige sowjetische Bürokratie, ihre Agenten vor Ort und ihren "Kommunismus", machte zwei solcher Besuche: Einen im sandinistischen Nicaragua und einen in dem von Fidel... weiter

Die Seele des Ganzen

Ernesto Kroch und das Kulturinstitut Casa Bertolt Brecht in Montevideo
Anlässlich des Todes von Ernesto Kroch veröffentlichen wir diesen Artikel, der im Februar 2007 in ila 302 erschien. Wenn Ernesto Kroch für seine Lesungen Honorare erhält, verwendet er die nicht für sich – er habe seine Rente, von der er leben könne –, sondern für zwei Projekte, die ihm und seiner... weiter

Sieg um jeden Preis

Der Fußballsieg Argentiniens gegen Peru bei der WM 1978 wurde vermutlich im Rahmen der "Operación Cóndor" verkauft
Dieser Text erscheint in der Ausgabe 453 der Lateinamerikanachrichten. Im Jahr 1978 gewann Argentinien zum ersten Mal in der Geschichte die Fußball-Weltmeisterschaft. Der Triumph der Albiceleste im eigenen Land wurde überschattet von den brutalen Verbrechen der damals herrschenden Militärdiktatur... weiter

Der Papst in Kuba

Frei Betto
Der brasilianische Befreiungstheologe Frei Betto zum bevorstehenden Besuch von Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.) auf der sozialistischen Karibikinsel
Papst Benedikt XVI. wird am 26. März in Kuba eintreffen. Sehr zum Missfallen des Weißen Hauses, das vergebens auf diplomatischer Ebene Druck gemacht hatte. Er reist über Mexiko nach Lateinamerika ein und wird anschließend drei Tage auf der Insel verbringen. Am 28. März wird der Papst dann eine... weiter

Neue Protektorate

Ignacio Ramonet zu Griechenland und der Entmachtung der Regierungen an der europäischen Peripherie
Der 21. Februar wird in Griechenland als Tag der Großen Kapitulation im Gedächtnis bleiben. Im Gegenzug zu dem Versprechen eines zweiten Rettungsplans hat die griechische Regierung an diesem Tag die erniedrigenden Bedingungen akzeptiert, die von dem "europäischen Clan der Triple A", angeführt von... weiter

Enrique Ubieta blickt auf Kuba: "Revolution oder Reform?"

Santiago Alba, Enrique Ubitea und Diana Lio Busquet vom Verlag Editora Abril
Der Journalist und Essayist Enrique Ubieta befasst sich in seinem neuen Buch "Cuba: Revolución o reforma?" mit den Umbrüchen in dem sozialistischen Karibikstaat
Anfang 2008 sorgte ein Konzert in Havanna für Aufsehen. Das Reggaeton-Event kostete die Gäste den stolzen Eintrittspreis von 100 Konvertiblen Peso (CUC), also 100 US-Dollar. Trotz des immensen Kartenpreises füllte sich der Rote Salon des Hotels Capri in der kubanischen Hauptstadt, nicht wenige... weiter

Aufbau der sozialen Bewegung

Nach ihrer Rückkehr ziehen Camila Vallejo, Jorge Murúa und Karol Cariola eine Bilanz der Rundreise durch Europa. Debatte über nächste Ziele
In lateinamerikanischen Medien wurde die Europa-Rundreise der Sprecher der sozialen Bewegungen in Chile, Camila Vallejo, Karol Cariola und Jorge Murúa, mit großem Interesse verfolgt. Bei ihrer Rückkehr am 14. Februar aus Rom gaben die drei Aktivisten eine Pressekonferenz. Karol Cariola führte ein... weiter

"Abkommen mit Kuba wäre richtiger Schritt"

Torge Löding ist Büroleiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Mexiko
Torge Löding, der Vertreter der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Mexiko, zu Perspektiven der Arbeit in dem sozialistischen Karibikstaat
Herr Löding, die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat auch in diesem Jahr mit einem eigenen Programm an der Internationalen Buchmesse in Havanna teilgenommen. Welche Bedeutung hat diese Messe für die Arbeit der Stiftung? In diesem Jahr hat die Rosa-Luxemburg-Stiftung ihre seit 2004... weiter

Die Wiederentdeckung des deutschen Exils (2)

Anzeige der Veranstaltung auf der Buchmesse in Havanna
Paco Ignacio Taibo II stellte in Kuba einen Sammelband über deutsche Literaten in Mexiko vor
Mexiko war für einige der größten deutschsprachigen Schriftsteller der 1930er und 1940er Jahre das letzte Refugium nach einer mitunter jahrelangen Flucht vor dem Hitlerregime. Egon Erwin Kisch, Gustav Regler, Ludwig Renn, Anna Seghers und Bodo Uhse fanden sich nach Zwischenstationen in Frankreich... weiter

Die Wiederentdeckung des deutschen Exils (1)

Paco Ignacio Taibo II in Mexiko
Interview mit Paco Ignacio Taibo II zur Literatur deutscher Emigranten
Paco Ignacio Taibo II wurde über Mexiko hinaus vor allem durch seine Biografien von Ernesto "Che" Guevara und Pancho Villa bekannt. Gemeinsam mit dem Mexiko-Büro der deutschen Rosa-Luxemburg-Stiftung hat er eine Mini-Anthologie mit fünf Texten deutscher Exilliteraten in Mexiko... weiter

Kapitalistische Krise, Gerechtigkeit für Mensch und Umwelt

Erklärung der Versammlung der Sozialen Bewegungen in Porto Alegre, Brasilien, vom 28. Januar 2012
Wir, Völker aller Kontinente, vereinigt in der Versammlung der Sozialen Bewegungen, die während des thematischen Sozialforums “Kapitalistische Krise, soziale und ökologische Gerechtigkeit” stattfindet, kämpfen gegen die Ursachen einer systemischen Krise, die sich in Form einer Wirtschafts-, Finanz... weiter

Kuba mal eben kurz erklärt

Die Polizei regelte den Andrang auf die Lesung ...
Leonardo Padura stellt auf der Buchmesse in Kuba eine Sammlung von Kurzreportagen vor
Leonardo Padura ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller Kubas. Was viele seiner Fans aber nicht wissen: Der Protagonist des neuen kubanischen Kriminalromans und Schöpfer der Figur des Ermittlers Mario Conde ist vor allem Journalist. Vor Erscheinen seines ersten Romans 1991... weiter

Ein Theater für alle

Der besetzte Sala Alberdi in Buenos Aires im Widerstand gegen neoliberale Kulturpolitik
Internationalen Glanz und Glamour kann der kleine Theatersaal "Sala Alberdi" im sechsten Stock des Kulturzentrums San Martin wahrlich nicht versprühen – und das trotz seiner zentralen Lage im Herzen der Kulturmetropole Buenos Aires. Stattdessen ist es ein genossenschaftliches Theater, das... weiter

2012 – ein Jahr voller Gefahren

Die Spannungen zwischen Israel, den USA und dem Iran halten die Welt in Atem
Wird das Jahr 2012 das Ende der Welt bringen? Das orakelt eine Maya-Legende und benennt sogar das exakte Datum der Apokalypse: der kommende 12. Dezember (12.12.12). Mit Blick auf Europa und die schwere finanzielle und soziale Krise werden die Gefahren in diesem Jahr auf jeden Fall nicht geringer,... weiter