Lima. Der Radiosender La Voz de Bagua erhält mit sofortiger Wirkung seine Lizenz zurück. Dies bestätigte der Betreiber des Senders, Flores Borja. Das Radio wurde nach einem Aufstand der hauptsächlich indigenen Bevölkerung der Region im vergangenen Jahr geschlossen.
Anlass der Auseinandersetzungen war die geplante Vergabe von Öl- und Gasförderlizenzen im Amazonas-Gebiet. Am 5. Juni vergangenen Jahres ließ Perus Präsident Alan Garcia die Protestbewegung niederschlagen. Bei den Auseinandersetzungen kamen 33 Menschen ums Leben, über 200 wurden zum Teil schwer verletzt. Wenige Tage später ließ das zuständige Ministerium für Transport und Kommunikation das Radio schließen. Die Betreiber erhielten eine Anklage wegen Unterstützung des Terrorismus.
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Nach internationalen Protesten und einer Klage vor der Interamerikanischen Menschenrechtskommission zog das Ministerium nun seine Entscheidung zurück. Noch in der vergengenen Woche hatten sich Journalistenverbände in der Angelegenheit mit Regierungsvertetern getroffen. Die Verbände bewerteten die Schließung des Radios als eine "gravierdende Einschränkung der Meinungsfreiheit". Nach Angaben des Betreibers Carlos Flores Borjas soll der Sender bereits am heutigen Sonntag seinen Betrieb wieder aufnehmen.
(mdan/PL)
