Wir erleben derzeit die Rückkehr einer der klassischen Formen des Imperialismus und offener interventionistischer Politik in Lateinamerika. Das ist nichts Neues, sondern prägt einen Großteil der politischen Geschichte des Kontinents. Große antiimperialistische Bewegungen wie in vergangenen Jahrzehnten sind jedoch heute nur noch wenig sichtbar. Doch wie kann internationale Solidarität und antiimperialistischer Widerstand heute aussehen?
Ein Blick in die Vergangenheit hilft bei der Suche: Seit fünfzig Jahren verbindet die internationale Solidaritätsarbeit Menschen aus Deutschland und Nicaragua. Im Kampf gegen den US-Imperialismus des 20. Jahrhunderts ermöglichte sie es, weit voneinander entfernte politische und kulturelle Traditionen um ein gemeinsames Ziel herum zu vereinen: Die sandinistische Revolution. Was waren die Gründe und Erfolgsfaktoren der Nicaragua Solidarität? Was ist von ihrund der Revolution übrig geblieben? Vor welchen Aufgaben steht heute die Solidaritätsbewegung in Anbetracht des Wiederaufflammens eines Imperialismus der harten Hand gegenüber der Region?
Das Buch „Kontinuitäten und Brüche — 50 Jahre sandinistische Revolution und internationale Solidarität“ beschäftigt sich mit diesen Fragen und befasst sich mit den Kontinuitäten und Brüchen, den Hoffnungen und Machtungleichgewichten in der Solidaritätsarbeit sowie dem Verhältnis zwischen sozialen Bewegungen und Regierungen vor dem Hintergrund der Erfahrungen in Nicaragua.
Gemeinsam mit dem Informationsbüro Nicaragua e.V. und mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung laden wir zur multimedialen Lesung und zum Gespräch ein.
