"Die Strategie der einseitigen Einschüchterung hat die globale Ordnung schwer beschädigt", erklärte Chinas Präsident Xi Jinping laut chinesischen Medienberichten bei einem Treffen mit dem irischen Premierminister Micheál Martin. Chinas Präsident hatte sich damit erstmals öffentlich zu dem Angriff der USA am 3. Januar geäußert.
Weiter führte Xi Jinping aus: "Die Welt erlebt heute Veränderungen und Turbulenzen, wie sie seit einem Jahrhundert nicht mehr vorgekommen sind, und einseitige Hegemonieakte untergraben die internationale Ordnung ernsthaft. Alle Länder sollten die von den Völkern anderer Nationen eigenständig gewählten Entwicklungswege respektieren, das Völkerrecht sowie die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen achten; insbesondere die Großmächte sollten diesbezüglich mit gutem Beispiel vorangehen."
Zuvor hatte Außenminister Wang Yi erklärt, kein Land solle sich als internationaler Polizist oder Richter aufspielen. Er betonte, die Souveränität und Sicherheit aller Länder müssten "durch das Völkerrecht uneingeschränkt geschützt werden" und hob hervor, dass China sich stets gegen die Androhung oder Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen ausgesprochen habe.
