Indigene besetzen Ölfeld in Peru und verlangen Entschädigung

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Vertreter der Organización Interétnica del Alto Pastaza im peruanischen Amazonasgebiet
Vertreter der Organización Interétnica del Alto Pastaza im peruanischen Amazonasgebiet

Lima. Im peruanischen Amazonasgebiet haben Indigene Ölanlagen der kanadischen Firma Pacific Exploration & Production besetzt. Sie fordern Entschädigungszahlungen für ihr Land, auf dem die Erdölförderung stattfindet. Die Protestierenden gehören zu den Gemeinden Los Jardines und Nueva Alianza de Capahuari nahe der ecuadorianischen Grenze. Zunächst hatten rund 30 Personen die Kontrolle über die Anlagen erlangt. Inzwischen sollen rund 600 Menschen vor Ort sein und das Ölfeld besetzt halten.

Der Präsident der Organisation Interétnica del Alto Pastaza (Oriap), Wilmer Chávez, der die Indigenen vertritt, forderte Regierungsvertreter auf, in die Region zu kommen, um den Konflikt zu lösen. Bisher gebe es keine Vereinbarung mit dem Unternehmen, sagte Chávez. Die Gemeinden würden von der kanadischen Firma eine Million Sol (rund 308.000 US-Dollar) fordern, so Chávez weiter. Pacific Exploration & Production will jedoch nur 106.000 Sol zahlen, den gleichen Betrag, auf den man sich auch mit den 18 anderen Gemeinden in der Umgebung geeinigt habe, heißt es seitens des Unternehmens.

Das Ölfeld 192, um das sich der Konflikt dreht, ist zurzeit das größte Perus. Allerdings steht die Produktion schon seit mehr als einem Jahr still, da die Pipeline in der Region alt und kaputt ist.

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