Washington. Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (Organización Panamericana de la Salud, OPS) hat am Montag eine neue epidemiologische Warnung herausgegeben, da die Zahl der Gelbfieberfälle in den Amerikas in den ersten Monaten des Jahres 2025 gestiegen ist.
Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wurden bereits 131 Infektionen beim Menschen bestätigt, von denen 53 tödlich verliefen, während im gleichen Zeitraum des Jahres 2024 nur 61 Fälle gemeldet wurden, davon 30 tödlich.
Die höchsten Zahlen gab es in Brasilien mit 81 Fällen und 31 Todesfällen, in Kolumbien mit 31 Fällen und 13 Todesfällen und in Peru mit 18 Fällen, von denen acht tödlich verliefen.
"Die Zahl der bestätigten Fälle bis zum 22. März war doppelt so hoch wie die für das gesamte Jahr 2024 verzeichnete Zahl, was Anlass zur Sorge über eine mögliche Ausbreitung der Krankheit gibt", heißt es seitens der OPS. Der Bericht drängt auch auf eine Intensivierung der Impfungen in gefährdeten Gebieten, wobei eine gleichmäßige Durchimpfung von mehr als 95 Prozent angestrebt werden sollte, da die Immunisierung das wirksamste Mittel gegen die Krankheit sei.
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Die Organisation empfiehlt den Ländern, ihre Impfstoffvorräte zu überprüfen, schnelle Reaktionspläne für Ausbrüche zu erstellen und sicherzustellen, dass Reisende in endemische Gebiete informiert und geimpft werden.
Seit der Gelbfieberepidemie in Brasilien zwischen 2016 und 2018 ist die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch die Krankheit in Nord-, Mittel- und Südamerika wieder aufgetaucht, so die OPS. Das Virus sei unter bestimmten Moskitoarten und Primaten in 13 Ländern und Gebieten der Region verbreitet. Seit 1960 hat die Krankheit 3.444 Todesfälle verursacht.
Gelbfieber ist eine schwere, durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung, die tödlich verlaufen kann und durch Impfung vermeidbar ist. Aus den Zahlen der OPS geht hervor, dass die überwiegende Mehrheit der festgestellten Fälle auf nicht geimpfte Personen zurückzuführen ist.

