Ulrike Bickel

NGOs in Chile melden der UN Rückschritte bei Umwelt und Rechten

Schattenbericht deckt Missstände auf. Besonders gefährdete "Opferzonen" werden hervorgehoben
Santiago de Chile. Fünf Organisationen haben einen Schattenbericht vorgelegt. Er prangert einen besorgniserregenden Rückschritt bei der Gewährleistung der Menschenrechte in Chile sowie eine Vertiefung des extraktivistischen Modells an. Die staatliche Politik fördere Straflosigkeit... weiter

Brasilien: Widerstand gegen neue Erdöl-Auktionen in Naturschutznähe

Vergabe von Erdöl-Lizenzen umstritten. Naturschutzgebiete direkt bedroht. Warnung vor irreversiblen Schäden
Brasília. Am 17. Juni plant die brasilianische Erdölagentur ANP die Versteigerung von 172 neuen Erdölförderlizenzen an Land und auf See. Die Regierung unter Präsident Luiz Ignácio Lula da Silva setzt damit – wenige Monate vor der UN-Klimakonferenz COP30 in Belém – ihren Kurs zur... weiter

Trotz Klimakrise und Dürre: USA fordern von Mexiko Wasserlieferungen

Wasserabkommen zwischen beiden Ländern seit 1944. Landwirtschaft leidet unter Trockenheit. Trump drohte mit Sanktionen und will US-Agrarsektor schützen
Washington/Mexiko-Stadt. Die Regierungen Mexikos und der USA haben Sofortmaßnahmen "zum Wohle beider Länder" vereinbart, um Mexikos Rückstände bei der gegenseitigen Wasserzuteilung zu beseitigen. Dem gingen Drohungen von US-Präsident Donald Trump voraus, neue Zölle und Sanktionen... weiter

Brasilien: Weltgrößter Fleischkonzern JBS kann Abholzung Amazoniens nicht wie versprochen eindämmen

Rinderzucht Hauptursache für Rodung. Vielfältige Probleme beim Erreichen der Null-Entwaldungsziele
Brasilía. Der Fleischkonzern JBS S.A. kann sein Ziel, bis Ende 2025 Rindfleisch in Amazonien nur noch aus rodungsfreier Herkunft zu beschaffen, wohl nicht einhalten. Das geht aus einer neuen Untersuchung von Guardian, Unearthed und Repórter Brasil hervor. Hier enthüllen über 35... weiter

Kolumbien: UN-Konferenz zu Luftverschmutzung und dem Menschenrecht auf Gesundheit

Millionen Tote durch Luftverschmutzung pro Jahr. Klimakonferenz fordert konkrete Maßnahmen und mehr Wertschätzung für Gesundheitsberufe
Cartagena. Die zweite Weltkonferenz über Luftverschmutzung und Gesundheit hat in Cartagena de Indias, Kolumbien, unter dem Motto "Beschleunigte Maßnahmen für saubere Luft, Zugang zu sauberer Energie und Eindämmung des Klimawandels" stattgefunden. Luftverschmutzung laut der UN-... weiter

Brasilien weltweit größter Pestizid-Verbraucher

Grund ist weitere Industrialisierung der Landwirtschaft. Einsatz vor allem im Sojaanbau. Bayer und BASF unter führenden Unternehmen. Forscher:innen verweisen auf erhöhtes Krebsrisiko
Brasília. Nach Presseinformationen hat Brasilien seine Position als größter globaler Markt für Pestizide im Jahr 2024 mit einem geschätzten Umsatz von 14,3 Milliarden US-Dollar konsolidiert. Das Land übertrifft damit die USA (13,3 Milliarden Dollar) und China (10,8 Milliarden... weiter

Klimaphänomen La Niña bedroht Südamerika mit Dürre, mehr Stürme in der Karibik

Massive Auswirkungen auf Landwirtschaft, Wasserversorgung und Energieerzeugung. Wetterdienste haben wichtige Warnfunktion.
Brasilia et al. Laut des Climate Prediction Centre (CPC) vom Nationalen Wetterdienst der USA wird das Klimaphänomen La Niña mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Anfang April 2025 anhalten. Erst zwischen März und Mai werde der Übergang zu einem "neutraleren" Zyklus stattfinden. La... weiter

Die dunkle Seite des Bergbaus in Lateinamerika

Lateinamerika ist mit zwei Dritteln der Fälle im Jahr 2019 die Region mit den meisten ermordeten Umweltschützern
Am 10. April warf eine Gruppe unbekannter vermummter Männer einen Molotowcocktail, der die Büros des Bergbauunternehmens Agua Rica in Andalgalá in der argentinischen Provinz Catamarca in Brand setzte. Dies geschah während einer Demonstration von Anwohnern, die seit über einem Jahrzehnt jeden... weiter

Glyphosat-Besprühungen in Kolumbien: Die effektivste Methode für Vertreibungen

Das Thema Glyphosat muss zu einem wichtigen humanitären Anliegen für das ganze Land werden
Das Thema Ausbringung des Herbizids Glyphosat ist seit langem ein Schwerpunkt in meinem Leben. Mein Interesse wurde geweckt, als ich aufgrund der Forschungen von Kollegen und aus meiner eigenen Erfahrung realisierte, dass es viele Faktoren gibt, die die ländliche Bevölkerung dazu bringen, aus ihren... weiter

Pestizide in Argentinen: Ein Aufruf mit 24 Jahren Verspätung

Die Regierung will jetzt die Auswirkungen von Pestiziden untersuchen. Es gibt aber schon mehr als 1.100 wissenschaftliche Studien über die schweren Schäden, die sie im Land verursachen
Über zwei Jahrzehnte nach der Zulassung der ersten genveränderten Kultur unter Einsatz von Glyphosat hat die argentinische Regierung erklärt, dass sie die Auswirkungen von Pestiziden auf die Umwelt und auf biologische Organismen untersuchen wird. Die Initiative wird von Wissenschaftsminister... weiter

Kleinbäuerliche Landwirtschaft als Alternative zum Agrobusiness

"Die Agrarreform heute und unsere Herausforderungen" ‒ ein Beitrag von La Via Campesina
Gegenwärtig organisiert der Weltverband der Kleinbauern La Via Campesina (Der bäuerliche Weg) einen virtuellen Prozess zur politischen Schulung und Aktualisierung als Teil seiner Strategie zugunsten der Ernährungssouveränität. João Pedro Stedile, Aktivist der brasilianischen Landlosenbewegung (... weiter

Dekade der Familienlandwirtschaft der UNO

Mehr als 90 Prozent der 570 Millionen landwirtschaftlicher Betriebe auf der Welt werden von Kleinbauern betrieben. Von ihnen hängt die Ernährungssicherheit ab
In diesem Jahr hat die Dekade der Familienlandwirtschaft (2019-2028) der Vereinten Nationen (UN) begonnen. Weltweit sollen dadurch Aktionen gegen Hunger, Armut und Ungleichheiten gestärkt werden, wie es als Ziele in ihrer Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung festgelegt ist. Die Initiative... weiter

Der Mythos der harmlosen Agrochemikalien

Die Verteidiger des Herbizids Glyphosat behaupten, es sei für den Menschen nicht gefährlicher als Koffein, Salzwasser oder Aspirin
Die kontroversen Debatten über die Risiken und Folgen eines der weltweit am meisten eingesetzten Herbizide – Glyphosat – hören nicht auf. Sie bekamen jüngst einen neuen Anstoß, als einer der bekanntesten Glyphosat-Produzenten, Monsanto, in einem US-Klageverfahren schuldig gesprochen wurde, das ein... weiter

Territorialer Vertreibungskrieg und Landgrabbing

Große Kapitalfonds, mächtige Stiftungen und Personen finden im Kauf von Land ein Refugium vor sinkenden Zinsen und abnehmenden Gewinnen
Die Konflikte um Land und Territorien gehören zu den ältesten Konflikten der Menschheit. Gleichzeitig haben sie sich derart gewandelt, dass wir die dominierenden Formen und Methoden der Vertreibung wie auch die Kontrahenten, die diese Kämpfe in jeder historischen Phase anführen, identifizieren... weiter

"Wir werden Schluss machen mit der Tendenz zu Wahlniederlagen in der Region"

Ecuadors Außenminister Guillaume Long zeigt sich zuversichtlich hinsichtlich eines Sieges bei den Wahlen am 19. Februar
Ecuadors Außenminister Guillaume Long zeigt sich zuversichtlich hinsichtlich eines Wahlsieges, der die Kontinuität der “Bürgerrevolution“ garantieren und überdies den progressiven Kräften in Lateinamerika wieder einen neuen Impuls geben würde. In diesem Interview befasst er sich auch mit dem... weiter