Hintergrund & Analyse (Menschenrechte, Politik)

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Die Exilierten im kolumbianischen Friedensprozess

Gespräche mit Jorge Freytter Florián und Miguel Ángel Beltrán über den Friedensprozess in Kolumbien und die Rolle der Geflüchteten
Das Buch "Gegenwart und Zukunft Kolumbiens in Zeiten der Hoffnung", herausgegeben durch den Professor an der Universität des Baskenlandes (UPV) Alexander Ugalde und den kolumbianischen Exilanten Jorge Freytter Florián, ist mehr als eine Ehrung des Professors und Gewerkschafters Jorge Adolfo... weiter

Gaza

Eduardo Galeano
Der uruguayische Journalist, Essayist und Schriftsteller Eduardo Galeano zur Lage in Nahost
Auf der Suche nach Rechtfertigung gebiert der Staatsterrorismus Terroristen. Er sät Hass und erntet Alibis. Derzeit weist alles darauf hin, dass das Blutbad von Gaza, mit dem nach Angaben der Verantwortlichen den Terroristen ein Ende gesetzt werden soll, die Zahl eben dieser Terroristen... weiter

Peru: Langer Weg zur Versöhnung

Zehn Jahre nach Veröffentlichung sorgt der Abschlussbericht der Wahrheitskommission in Peru noch immer für Kontroversen
Dieser Beitrag erscheint in der kommenden Ausgabe der Lateinamerika Nachrichten (LN 475) 2003 veröffentlichte die peruanische Wahrheitskommission (CVR) ihren Abschlussbericht über den Bürgerkrieg, der zwischen 1980 und den späten 90er Jahren circa 70.000 Menschen das Leben kostete. Zwar erschweren... weiter

CARICOM lehnt Beitritt der Dominikanischen Republik ab

Reaktion auf Urteil, das Kindern haitianischer Migranten die Staatsbürgerschaft entzieht
Die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) hat den Antrag der Dominikanischen Republik abgelehnt, als vollwertiges Mitglied in den Staatenbund aufgenommen zu werden. Damit reagiert sie auf das Gerichtsurteil in jenem Land, das es erlaubt, rückwirkend Tausenden von im Land geborenen Kindern haitianischer... weiter

Honduras: Anatomie eines Wahlbetrugs

Der Abstimmungsbeobachter Leo Gabriel über die Präsidentschaftswahlen und Debatten innerhalb der EU-Mission
Am Freitag, den 13. Dezember gab der Oberste Wahlrat (TSE) in Honduras bekannt, dass Juan Orlando Hernandez, der Kandidat der Nationalen Partei, bei den am 24. November stattgefundenen Wahlen mit 36,89 Prozent der abgegeben Stimmen zum neuen Staatspräsidenten gewählt wurde. Er liege damit vor... weiter

Honduras Linke im Visier

Tötungen und bewaffnete Angriffe im Wahlkampf in Honduras. Die meisten Opfer kommen aus den Reihen der Partei LIBRE
In Honduras nähern sich die Präsidentschaftswahlen. Der Blick auf die Menschenrechtsverletzungen im Zuge des Wahlprozesses sind dabei wichtig, um den historischen und politischen Kontext dieser Abstimmung zu verstehen. Mit dem vorliegenden Bericht wollen wir diese Diskussion voranbringen, indem wir... weiter

Fehler und Erfolge der Regierung der Unidad Popular in Chile

Vorabdruck: Abfolge der Ereignisse zwischen der Regierungszeit der Unidad Popular und dem Putsch am 11. September 1973
Anlässlich des 40. Jahrestages des Putsches gegen die Regierung von Salvador Allende in Chile veröffentlichen wir auszugsweise einen Beitrag aus dem im Oktober erscheinenden 30. Band der "Bibliothek des Widerstands" des Laika-Verlags. Der Text beschäftigt sich mit den Entwicklungen, die zum Putsch... weiter

Im Land des depressiven Zusammenbruchs

40 Jahre Neoliberalismus in Chile – eine soziale Katastrophe
Auf den Putsch gegen Allende 1973 folgten drastische neoliberale Reformen unter Diktator Pinochet, die als "Schock-Politik" weltweit traurigen Ruhm erlangt haben. Dennoch argumentiert der chilenische Intellektuelle Carlos Pérez Soto, dass der Neoliberalismus erst unter den demokratischen... weiter

Fall Snowden belegt den Niedergang bürgerlicher Rechte in den USA

Mark Weisbrot
Mark Weisbrot zum flüchtigen Geheimdienst-Enthüller, zu Menschenrechten in den USA und zur Rolle südamerikanischer Staaten
Herr Weisbrot, der US-Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden wird aller Wahrscheinlichkeit nach in Südamerika Zuflucht erhalten. Im Gespräch sind Ecuador und Venezuela. Weshalb Südamerika? Der Fall Snowden zeigt bislang doch vor allem eines: In Südamerika sind in den vergangenen 15... weiter

Kolumbianische Kohle für deutsche Energie

Indigener Anführer und Menschenrechtlerin berichten über verheerende Folgen der Kohleproduktion. Deutsche Energieversorger importieren weiter den Rohstoff
Der Text erscheint in der Ausgabe 467 der Lateinamerikanachrichten. Krankheiten, Nahrungsknappheit, Vertreibung. Damit muss die Bevölkerung der nordkolumbianischen Provinzen Guajira und Cesar als Folgen des Steinkohleabbaus leben. Die Kohleproduktion in Kolumbien liegt komplett in den Händen... weiter

Kollektiv gegen die Mafia

In zahlreichen mexikanischen Gemeinden greifen die Bürger zur Waffe und organisieren polizeiliche Aufgaben selbst. Hintergründe zu einer Bürgerbewegung zwischen regionaler Selbstverwaltung und staatlich gefördertem Paramilitarismus
Sind die sich schnell ausbreitenden zivilen Bürgerwehren in Mexiko ein legitimer Akt der Selbstverteidigung angesichts des Versagens von Politik und Behörden? Oder dienen sie nur als Vorwand zur Aufstandsbekämpfung und eine stärkere Kontrolle durch den Staat? Sind sie gar die Vorstufe einer neuen... weiter

Medellín zehn Jahre nach der Operation "Orion"

Maurice Lemoine über die Entwicklung des Paramilitarismus in Kolumbien und seine Auswirkungen auf die Armenviertel von Medellín
Am 2. Dezember 1993 starb der berühmte und mächtige Chef des Drogenkartells von Medellín, Pablo Escobar, von Kugeln durchlöchert auf dem Dach eines Hauses im Viertel Los Olivos. Damit endete die jahrelange Verfolgung des Drogenbarons durch die militärische Elite-Einheit Bloque de búsqueda,... weiter

La Isla: Archiv gegen das Vergessen - Ort des Schreckens

Aufgetürmte Unterlagen im Archiv
Das Polizeiarchiv in Guatemala-Stadt hilft Licht in die dunkle Bürgerkriegsvergangenheit zu bringen. Es ist das Gedächtnis 36 Jahre andauernder Staatsgewalt
Mexiko-Stadt. Es war einer der aufwühlendsten Funde der guatemaltekischen Nachkriegsgeschichte. Im Juli 2005 entdeckten Angestellte der Verwaltung für Menschenrechte durch Zufall ein geheim gehaltenes Archiv auf dem Gelände der heutigen Polizeischule. Gleichzeitig wurde damit die... weiter

Leben in Zeiten der Cholera

Anwälte wollen, dass die UNO Verantwortung für die Choleraepidemie in Haiti übernimmt
Miville Mirlande sitzt erschöpft auf den Stufen eines kleinen Hauses, am Rande der staubigen Straße nach Mirebalais. Sie hat sich ihren Zopf über die Nase gezogen, er teilt ihr Gesicht in zwei Hälften. Miville gehört zu den ersten Opfern der Choleraepidemie in Haiti. "Am Anfang hatte ich... weiter

Vereinnahmung des Staates durch Kriminelle

“Unter der Hand von Noguera war der Geheimdienst DAS nichts weiter als eine Kampffront für die Paramilitärs.”
Am 14. September verurteilte die Strafkammer des Obersten Gerichtshofes den ehemaligen Chef des Geheimdienstes DAS, Jorge Noguera Cotes, zu einer Haftstrafe von 25 Jahren und einer Geldstrafe in Höhe von 6.510 Mindestlöhnen auf dem Niveau von 2006. Weiterhin ist es ihm für 20 Jahre lang untersagt,... weiter