Hintergrund & Analyse (Menschenrechte, Wirtschaft)

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"Das Leben in Kuba ist zur Zeit die Hölle"

amerika21 sprach mit dem deutsch-kubanischen Schauspieler und Schriftsteller Aciel Martínez Poll über den Alltag in Kuba, die Doppelmoral der westlichen Welt und die Solidarität aus Deutschland
Thorben Austen: Sie haben kürzlich das Buch "Leben in Kuba: Im Würgegriff der US-Hegemonie und das Schweigen der moralischen Lämmer" veröffentlicht. Wie ist das Alltagsleben in diesen Monaten in Kuba? Aciel Martínez: Hölle. Ich würde es gerne anders nennen und... weiter

"Diktatur des Bergbaus" in Argentinien: Der Widerstand von Andalgalá

Gemeinden kämpfen ums Überleben gegen eine übermächtige Allianz aus Politik, Justiz, Wirtschaft und Medien
Ein zwei Kilometer langes und fast einen Kilometer tiefes Loch klafft in der Bergkette von Andalgalá in den argentinischen Anden. 1997 wurde dort La Alumbrera in Betrieb genommen, das erste Bergbauprojekt in Lateinamerika, das Gold, Kupfer und Molybdän in dieser Größenordnung abbaut. Es markiert... weiter

Venezuela: US-Sanktionen sind für die Bevölkerung tödlich

Drei Studien vermitteln eine ungefähre Vorstellung davon, welche Verwüstungen Washington und seine Verbündeten verursachen
Die Sanktionen gegen Venezuela haben zu einer schweren Ernährungsunsicherheit geführt, die nur durch jahrelange Bemühungen der Bevölkerung überwunden werden konnte. Sanktionen sind politische, nicht rechtliche Instrumente. Ihr Ziel ist es, Schmerz und Leid zu verursachen, um Bevölkerungen zu... weiter

Globale Erwärmung und Wasserprivatisierung

Neoliberalismus und Privatisierungen bringen keine Lösung für die schwerwiegenden Probleme der globalen Erwärmung
Uruguays Präsident Luis Lacalle Pou hat vor kurzem wegen Wassermangels in der Hauptstadt Montevideo den Notstand ausgerufen. Zu den angekündigten Schritten zur Bekämpfung der längsten Dürre, die das Land seit 74 Jahren erlebt hat, gehören der Bau eines Stausees und eine Steuerbefreiung für... weiter

Windparks in Mexiko: Entwicklung für alle Menschen?

Die Energiewende ist dringend notwendig, aber sie erfolgt weder nachhaltig noch sozial und ökologisch gerecht
Der Isthmus von Tehuantepec in Oaxaca, der schmalste Teil des mexikanischen Territoriums, ist ein Gebiet, das aufgrund seiner strategischen Lage und seines biologischen Reichtums seit jeher vom transnationalen Kapital begehrt wird. Die Versuche, die Region zu kontrollieren und auszubeuten, können... weiter

Immer mehr Konflikte um Wasser in Lateinamerika

Wasser steht nicht zum Verkauf, es wird verteidigt
In den meisten Fällen ist nicht die Knappheit das Problem, sondern der ungleiche Zugang
Die Auseinandersetzungen um Wasser haben in den letzten Jahren in Lateinamerika zugenommen, sowohl was die Anzahl als auch, was die Intensität betrifft. Nach Angaben des Pacific Institute wurden zwischen 2010 und 2019 61 Fälle registriert, dreimal mehr als im vorangegangenen Jahrzehnt. Diese 1987... weiter

Die koloniale Präsenz Frankreichs auf Martinique

Die Konsequenzen der französischen Herrschaft sind für die Mehrheit der Bevölkerung Martiniques verheerend, sowohl ökonomisch und sozial wie auch psychisch
In einem weltweiten Kontext, der gekennzeichnet ist vom Risiko eines allgemeinen Krieges, in dem die politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen immer stärker alle Nationen betreffen werden, scheinen ein Land und eine Region völlig aus dem Blick geraten zu sein: Martinique und die Karibik.... weiter

Wie Steinkohle das Leben in Kolumbien verfinstert

Für die Konzerne, die den Tagebau im Cerrejón betreiben, bedeutet er beträchtliche Gewinne ‒ zum Schaden der Wayuu, der Schwarzen und bäuerlichen Bevölkerung
Einer der größten Steinkohletagebaue der Welt befindet sich im Nordosten Kolumbiens, im Departamento La Guajira, die Cerrejón-Mine. Deshalb scheint in diesem riesigen Gebiet außer der Sonne fast nichts und ein großer Teil des Landes ist durch den umweltschädlichen Kohlestaub geschwärzt. "Als wir... weiter

Paraguay oder Sojaguay: Das Ergebnis des Agrobusiness

Soja aus Paraguay ist meist genetisch verändert, der Anbau auf den Export nach Europa ausgerichtet. Damit ernährt Europa sein Vieh in Massenbetrieben und ist der größte Biodieselproduzent der Welt
Es gibt Länder, die fast ganz in der Anonymität bleiben, und wenn wir an den amerikanischen Kontinent denken, könnte Paraguay vielleicht an erster Stelle stehen. In Europa hätte die Mehrheit der Menschen große Schwierigkeiten, das Land auf einer Karte zu finden und die gleichen Schwierigkeiten... weiter

Amerikas: Der räuberische Völkermord an der indigenen Bevölkerung

Europäischer Adel und Bourgeoisie haben auf der Basis der Ausplünderung Amerikas und des Völkermords den größten Reichtum aller Zeiten angehäuft
Marx stellte fest: "Die Entdeckung der Gold- und Silberländer in Amerika, die Ausrottung, Versklavung und Vergrabung der eingeborenen Bevölkerung in die Bergwerke, die beginnende Eroberung und Ausplünderung von Ostindien, die Verwandlung von Afrika in ein Geheg zur Handelsjagd auf Schwarzhäute... weiter

Coca-Cola, Heineken und Carrefour "adoptieren" Naturschutzgebiete in Amazonien

Brasiliens Regierung ermöglicht weitere Privatisierung. Die Rechte von Anwohner:innen werden ignoriert
Im Februar 2021 lancierte die Regierung Bolsonaro ein neues Programm zur Finanzierung von Naturschutz in Brasilien, das Privatpersonen und Unternehmen zu Förderern von Schutzgebieten macht. Umweltverbände, indigene Organisationen und Gewerkschaften sind alarmiert. Große Versprechungen hat... weiter

Ist das EU-Mercosur Freihandelsabkommen entwaldungssicher?

Neue Studie prognostiziert steigende Entwaldungsraten in Mercosur-Staaten. Abholzungsrisiko besonders hoch im Amazonasgebiet Brasiliens
Im Juni 2019 einigten sich die Europäische Kommission und die Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay auf ein Handelsabkommen, das nach der Ratifizierung durch die teilnehmenden Länder den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten zwischen den beiden Regionen steigern soll.... weiter

Deutschland und die Illusion vom Frieden in Kolumbien

Geflüchtete bekommen nicht den Schutz, den sie wegen der Bedrohungen in ihrem Herkunftsland verdient hätten
Erbitterte Kämpfe bewaffneter Gruppen um Territorien sowie tödliche Angriffe auf soziale Führungspersönlichkeiten zwingen wieder viele Kolumbianer:innen zur Flucht nach Deutschland. Dort hoffen sie jedoch oft vergeblich auf Asyl oder zumindest subsidiären Schutz. Organisationen, die Geflüchtete aus... weiter

"Consulta previa" ‒ Zwischen indigener Selbstbestimmung und technokratischem Projektmanagement

Das Recht auf Konsultation ist zum neuen Eckstein für die Debatten um Ressourcenabbau in Lateinamerika geworden
Die Interpretation dieses Rechts durch die von Megaprojekten betroffenen indigenen Völker unterscheidet sich dabei grundlegend von jener der Konzerne und Regierungen. Überlagert und begleitet wird der Begriff der Konsultation auch von einem in den Raum gestellten Recht auf informierte und vorherige... weiter

Kolonialismus im Land der Mapuche in Chile

Auch Schweizer Siedler:innen sind am Landraub im Wallmapu, dem Territorium des indigenen Volkes der Mapuche, beteiligt
In der Nacht auf den 6. August 2020 versammelt sich trotz der pandemiebedingten Ausgangssperre eine Menge aufgebrachter Menschen vor den Gemeindehäusern der Kleinstädte Traiguén, Curacautín, Galvarino und Victoria. Sie grölen rassistische Parolen und vertreiben mit Gewalt die Mapuche-Aktivist:innen... weiter