Hintergrund & Analyse (Menschenrechte, Soziales)

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Lateinamerika: Legale Abtreibung, ein verweigertes Recht

Auch wenn in einigen Ländern die Abtreibung legal sein mag, wird der Zugang sozial und institutionell erschwert
In einer Entschließung, die am 28. August im Amtsblatt veröffentlicht wurde, heißt es, dass medizinische Stellen in Brasilien schwangere Frauen, die legal abtreiben wollen "auf die Möglichkeit hinzuweisen haben, den Fötus oder Embryo per Ultraschall sichtbar zu machen". Dieser soziale Zwang in... weiter

Corona-Pandemie, Rassismus und Xenophobie

Der Beitrag aus Kuba zeigt auf, wie sich diese Phänomene in Zeiten von Corona manifestieren
Covid-19 gibt es bereits in mehr als 180 Ländern, es ist eine tödliche Pandemie. Nicht alle Regierungen nehmen den Kampf dagegen mit Objektivität auf noch verteidigen sie die internationale Einheit, um sie zu besiegen. Die Vereinten Nationen (UN) haben einen großen Aufruf zur Einheit gemacht;... weiter

Der Machismus in Mexiko unterliegt keiner Quarantäne

Frauen in Mexiko sterben eher durch Feminizide als am Coronavirus
Nach Jahren der Gewalt durch ihren Ehemann, nach der erfolglosen Erstattung von Anzeigen wegen Körperverletzung bei der Staatsanwaltschaft, die sie nur zu Versöhnung angehalten hatte, wusste Marcela BenítezName von der Redaktion geändert, dass sie nicht ungeschoren aus der vorgeschriebenen... weiter

Die Pandemie und das Weltsystem - Teil III

Dritter und letzter Teil der ausführlichen Bewertung der Weltlage in Corona-Zeiten von Ignacio Ramonet
Sieben Publikationen haben beschlossen, diesen Beitrag von Ramonet gemeinsam zu verbreiten: Nodal (Argentinien), Le Monde diplomatique en español (Spanien), Le Monde diplomatique Edición Cono Sur El Diplo (Buenos Aires), Le Monde diplomatique Edición Chilena (Santiago de Chile), La Jornada (Mexiko... weiter

"Wir erleben eine grundlegende Krise der Zivilisation"

Interview mit dem Menschenrechtsaktivisten Leonardo Boff aus Brasilien
Die Signale der globalen Gesellschaft sind beunruhigend: "Wir befinden uns inmitten einer grundlegenden Krise, die uns in eine Ära der Barbarei führt, in der die Grundrechte verschwinden", sagt Leonardo Boff. Als Sozialaktivist, Mitinitiator der Befreiungstheologie, einer der Herausgeber des... weiter

Mexiko: Heilsbringer im Stresstest

Eine Bilanz des ersten Jahres von Mexikos neuem Präsidenten Andrés Manuel López Obrador
Mit viel Rückenwind in der Bevölkerung war der linke Hoffnungsträger Andrés Manuel López Obrador in seine Präsidentschaft gestartet. Er wollte und sollte die dramatische Abwärtsspirale des Landes umkehren. Ein Jahr später fällt die Bewertung seiner Politik in den wichtigsten Themenfeldern gemischt... weiter

Neue Regierung in Mexiko: Getrübter Optimismus

Das Menschenrechtszentrum Tlachinollan im Bundesstaat Guerrero zieht ein Jahr nach dem Wahlsieg von Amlo Bilanz
Der historische Wahlsieg, den der amtierende Präsident Andrés Manuel López Obrador (Amlo) mit mehr als 30 Millionen Stimmen am 1. Juli 2018 erzielte, bedeutete einen Kurswechsel im Hinblick auf die strukturellen Reformen, die die Staatspräsidenten von Miguel de Madrid bis Enrique Peña Nieto... weiter

Bericht zur Venezuela-Reise im April 2019

Andrej Hunko, Mitglied des Deutschen Bundestags und der Parlamentarischen Versammlung des Europarates für die Partei Die Linke, über seinen Venezuela-Besuch
Einleitung Vom 16. bis zum 27. April 2019 habe ich mich in Venezuela aufgehalten, um mir vor Ort ein Bild von der Lage zu machen und Gespräche mit diversen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft zu führen. In diesem Bericht möchte ich die wichtigsten Eindrücke zusammenfassen... weiter

In Trümmern: Der Bundesstaat Oaxaca im Südosten von Mexiko

Dem ersten Schock über die Naturgewalt folgte eine hitzige Diskussion über die Rolle des Staates bei Nothilfe und Wiederaufbau
Die zahlreichen Erdbeben seit September haben in Mexiko für große Verwüstungen gesorgt. Am stärksten betroffen ist der Bundesstaat Oaxaca im Südosten des Landes. Hier kämpfen die meist indigen Bewohner nicht nur mit den Folgen der Naturgewalt, sondern auch gegen Klientelismus und Korruption der... weiter

"Operation Wunder"

Der spanische Journalist und Medienwissenschaftler Ignacio Ramonet über eine revolutionäre medizinische Aktion der Regierungen von Kuba und Venezuela
Man nennt es "Die Blindheit". Es ist ein Komplex von vier modernen Gebäuden im Südwesten Havannas, genauer gesagt im grünen Viertel Marianao. Nicht weit entfernt vom weltbekannten Tropicana und dem Jesuitenkolleg von Belén, in dem Fidel Castro seine Mittelschule beendete. Offiziell heißt es... weiter

Armutsbekämpfung in Ecuador: Erfolge und Herausforderungen

Die extreme Armut zu beseitigen ist ein moralischer Imperativ und muss die Priorität des sozialen und politischen Willens sein
Armut hat viele Gesichter: Hunger, Durst, Krankheit, Unterernährung, beengtes Wohnen, Verletzlichkeit, Gewalt, Diskriminierung, Ausbeutung. Armut bedeutet, weder Rechte noch Chancen zu haben. In den vergangenen Jahren wurden wichtige Erfolge erzielt. Dennoch lebt noch jeder vierte Ecuadorianer... weiter

Umsiedlungsprozess von El Hatillo in Kolumbien

Im Laufe des Jahres 2016 hat sich die Situation laufend verschlechtert und gegen Jahresende massiv zugespitzt
Aufgrund der Bergbauaktivitäten im Departamento Cesar werden die drei Gemeinden El Hatillo, Boquerón und Plan Bonito zwangsweise umgesiedelt. Verantwortlich für die Umsiedlungsprozesse sind laut einer im Jahr 2010 verabschiedeten Regierungsverordnung die Hauptbergbauunternehmen der Region. Die... weiter

Die unverwundbaren Mädchen der "Sexarbeit"

Die Verbreitung des Diskurses der "Sexarbeit", wenn von Prostitution die Rede ist, ist der Triumph des neoliberalen Patriarchats
Stellen wir uns ein Mädchen vor. Sie könnte acht Jahre alt sein oder auch 17. Das Mädchen lebt in extremer Armut. Möglicherweise sind sein Vater und seine Mutter in einem kriegerischen Konflikt gestorben. Deswegen muss das Mädchen sich selbst helfen, um sein täglich Brot zu bekommen. Oft kann sie... weiter

Zur Neuauflage des Freihandelsabkommens EU ‒ Mexiko

Ceta und TTIP sind nicht die einzigen Freihandelsabkommen, die von der EU derzeit verhandelt werden. Auch das Abkommen mit Mexiko steht erneut zur Debatte
Bei seinem Abschluss vor 16 Jahren galt das globale Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Union und Mexiko, kurz Globalabkommen, als umfassendes Freihandelsabkommen, das nicht nur die Handelsliberalisierung vorantreiben, sondern auch zu sozialem Fortschritt und Demokratieförderung... weiter

"Frauen müssen im Zentrum der Debatte über Zika stehen"

Die brasilianische Anthropologin Debora Diniz über Frauenrechte und die Zika-Epidemie in Lateinamerika
Nicht mal Epidemien werden in Brasilien gleich verteilt. Das Zika-Virus hat ein Gesicht, das es besser repräsentiert, als das von dem gestreiften Insekt mit den langen Beinen. Es ist das Gesicht der Frauen aus armen Regionen, die wegen der möglichen Mikrozephalie ihrer Kinder leiden. "Die... weiter