Nachrichten (Menschenrechte, Soziale Bewegungen)

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Kolonialisierung: Madrider Regierungschefin provoziert mexikanische Gastgeber

Geplante Veranstaltung in Mexiko-Stadt zu Ehren von Cortés. Absage wegen indigener Proteste. Mangelnde Geschichtsaufarbeitung belastet spanisch-mexikanische Beziehungen
Mexiko-Stadt. Die konservative Regierungschefin Madrids, Isabel Díaz Ayuso, hat am Donnerstag ihren offiziellen Besuch zur Intensivierung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen mit Mexiko abgebrochen. Auslöser war Kritik an ihrer geplanten Teilnahme an einer Veranstaltung... weiter

Zwanzig Jahre nach Atenco: Soziale Bewegung fordert Gerechtigkeit

Polizeieinsatz führte 2006 zu zwei Toten und 200 Festnahmen. Sheinbaum erklärt Vorfall dürfe sich nicht wiederholen. Aktivist:innen kritisieren Straflosigkeit
San Salvador Atenco. Zwanzig Jahre nach der brutalen Polizeioperation in San Salvador Atenco im Bundesstaat México hat die Bäuer:innenorganisation Frente de Pueblos en Defensa de la Tierra (FPDT) erneut das Ausbleiben von Gerechtigkeit kritisiert. Bei einem öffentlichen Auftritt... weiter

Indigene stürmen Baubeginn von Trump-geförderter Methanolfabrik in Mexiko

Vom weltweit größten geplanten Methanolwerk profitieren mehrere Konzerne. Fracking wird eingesetzt. Das Projekt gilt als Priorität für Trump
Mexiko-Stadt. Mit einer Protestaktion haben indigene Umweltaktivisten die Grundsteinlegung für den Bau einer Methanolfabrik im Bundesstaat Sinaloa verhindert. Rund 100 Demonstranten stürmten die Veranstaltung im Hafen von Topolobampo und demontierten den Grundstein des... weiter

Bayer wegen Pestizidexporten nach Brasilien in der Kritik

Leverkusen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Bayer-Konzern bei seiner Hauptversammlung am 24. April aufgefordert, Verantwortung für die Gefährdung Indigener Völker durch in der EU verbotene Pestizide zu übernehmen und den Export dieser Pestizide zu stoppen. Die... weiter

Solidaritätskampagne aus Deutschland will Solarpanels in Kuba fördern

Interview mit zwei Aktivist:innen über die Energiekrise auf der Karibikinsel und die US-Blockade. Politischer Druck und konkrete Hilfe ist notwendig
Berlin/Havanna. Die Energiekrise in Kuba spitzt sich immer weiter zu. Auslöser der Krise ist die Ölblockade durch die US-Regierung. Präsident Donald Trump hat die Karibikinsel Ende Januar zu einer "außerordentlichen Bedrohung" für die USA erklärt und droht jedem Land mit Sanktionen... weiter

UN sieht in Verschwindenlassen in Mexiko Verbrechen gegen die Menschheit

Ausschuss reicht entsprechenden Antrag an Generalversammlung der UN. Regierung von Sheinbaum weist den Bericht als "tendenziös" zurück
Mexiko-Stadt/Genf. Der Ausschuss der Vereinten Nationen gegen das Verschwindenlassen (CED) hat am vergangenen Donnerstag beschlossen, die Untersuchungen wegen des Verschwindenlassens in Mexiko an die Generalversammlung der Vereinten Nationen weiterzuleiten. Der Ausschuss stützt... weiter

Ultrarechte Regierung in Chile bremst Aufarbeitung der Diktatur

Enteignung von Colonia Dignidad ausgesetzt. Leitung des Suchplans für Verschwundene entlassen. Deutschland hält am Gedenkort fest
Santiago. Chiles neue Regierung hat die 2025 beschlossene Enteignung von Grundstücken der ehemaligen deutschen Sekte Colonia Dignidad ausgesetzt. Gleichzeitig wird der ebenfalls von der Vorgängerregierung von Gabriel Boric ins Leben gerufene Nationale Plan zur Suche nach Wahrheit... weiter

Proteste gegen das Vergessen in Argentinien anlässlich des 50. Jahrestags des Militärputsches

Landesweit nahmen Hunderttausende an Märschen und Gedenkveranstaltungen teil. Wachsender Anteil der Bevölkerung leugnet Taten der Diktatur
Buenos Aires/Córdoba. Anlässlich des 50. Jahrestages des Militärputsches ist es am Dienstag in Argentinien landesweit zu Gedenkmärschen und Protestveranstaltungen gekommen. Menschenrechtsorganisationen organisierten die Veranstaltungen unter dem Motto "Mehr denn je: Nie Wieder!" (... weiter

"Nicht einen Schritt zurück": Hunderttausende protestieren in Chile gegen kommende rechte Regierung

Kämpferische Demonstration am 8. März. Erster Widerstand gegen befürchtete Rückschritte der Regierung von Kast. Demonstrant:innen erinnern an Diktaturverbrechen und Verschwundene
Santiago. Mehr als eine halbe Million Menschen haben in Chile am Internationalen Frauentag in der Hauptstadt demonstriert. Am Mittwoch tritt der neue Präsident José Antonio Kast mit seiner ultrarechten Regierung das Amt an. Damit wird ein extremer Politikwechsel befürchtet. Am... weiter

Proteste in Mexiko nach Mord an zwei Studentinnen in Morelos

An der UAEM ruht der Lehrbetrieb. Tausende verlangen mehr Schutz auf dem Gelände
Cuernavaca. Kurz vor dem internationalen Frauentag sind im zentralmexikanischen Bundesstaat Morelos zwei Studentinnen der öffentlichen Hochschule ermordet worden. Die Opfer, beide 18 Jahre alt, studierten an der Autonomen Universität des Bundesstaates Morelos (UAEM). Unter dem... weiter