Nachrichten (Bolivien, Soziale Bewegungen)

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Bolivien erhält Milliardenkredit vom IWF

Voraussetzung ist ein neoliberales Sparprogramm. Gewerkschaften rufen zu Blockaden auf. Ex-Präsident Morales sieht verfassungsrechtliche Probleme
La Paz. Das Parlament und der Senat Boliviens haben einen Kredit über 1,9 Milliarden US-Dollar vom Internationalen Währungsfonds (IWF) gebilligt. Wie das bolivianische Ministerium für Wirtschaft und öffentliche Finanzen mitteilte, gehe der Kredit "mit einem wirtschaftlichen... weiter

Bauernverbände in Bolivien räumen Blockaden, Regierung mobilisiert Militär

Abkommen mit Regierung. Teile der Protestbewegung kritisieren Einigung als "Verrat". Einsatz von Militär und Polizei im Trópico de Cochabamba
La Paz. Nach 52 Tagen der Blockaden hat die Protestbewegung zu Beginn dieser Woche die Straßensperren geräumt. Zuvor hatte der Gewerkschaftsverband COB ein Abkommen mit der Regierung von Präsident Rodrigo Paz abgeschlossen und Paz einen landesweiten Ausnahmezustand eingeleitet.... weiter

Widerstand in Bolivien hält trotz Gewalt und Repressionen an

Regierung schafft rechtliche Grundlage für einen Militäreinsatz. Angriffe auf Straßensperren verschärfen die Auseinandersetzungen
La Paz. Die Demonstrierenden in Bolivien setzen ihre landesweiten Proteste und Straßenblockaden für höhere Löhne, ein Ende der Treibstoffknappheit und gegen die staatlichen Sparmaßnahmen weiter fort. Der Konflikt mit der Regierung von Präsident Rodrigo Paz eskaliert dabei immer... weiter

Gesetz gibt Regierung in Bolivien freie Hand für Ausnahmezustand

Dialogangebote der Regierung, Protestierende lehnen zunächst ab. Haftbefehle gegen Gewerkschaftsanführer aufgehoben
La Paz. Der bolivianische Präsident Rodrigo Paz hat inmitten der andauernden Proteste ein neues Gesetz bekannt gegeben, das die Aufhebung des bisherigen Gesetzes 1.341 aus dem Jahr 2020 vorsieht. Dieses Gesetz hatte die Anforderungen für die Ausrufung des Ausnahmezustandes... weiter

Generalstreik in Bolivien eskaliert

Gewerkschaft ruft trotz Haftbefehls zu neuen Mobilisierungen auf. Arbeitsminister tritt zurück. Kolumbien und Bolivien weisen gegenseitig Botschafter aus
La Paz. Die Proteste gegen die bolivianische Regierung haben sich mit neuen Mobilisierungen des Gewerkschaftsverbandes Central Obrera Boliviana (COB) weiter verschärft. Anfang der Woche trafen Tausende Demonstranten aus El Alto in La Paz ein. Der Protestzug setzte sich aus... weiter

Blockaden und Versorgungsengpässe in Bolivien

Seit zwei Wochen dauern Straßensperren und Proteste an. In La Paz und El Alto fehlen Lebensmittel, Gas und Medizin. COB verlangt den Rücktritt von Präsident Rodrigo Paz
La Paz. Nach zwei Wochen anhaltender Straßenblockaden und Proteste verschärft sich die politische und soziale Krise in Bolivien. Besonders betroffen ist dabei La Paz, wo es zu zunehmenden Versorgungsengpässen und gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt. Die Protestierenden fordern... weiter

Gemischte Bilanz nach sechs Monaten der neuen Regierung in Bolivien

Konflikte mit Gewerkschaften und um Treibstoffe. Bonitätsranking steigt, wirtschaftliche Erholung ungewiss. Außenpolitische Nähe zu den USA
La Paz. Vor einem halben Jahr hat Rodrigo Paz die Präsidentschaft in Bolivien übernommen. Seine Regierung ist bislang geprägt von der Bewältigung der Wirtschaftskrise, der US-Dollarknappheit, Problemen mit minderwertigen Kraftstoffen sowie dem Widerstand der Gewerkschaften. Paz... weiter

Bolivien: Oberstes Gericht hebt Urteil gegen Putsch-Präsidentin Jeanine Áñez auf

Urteil von 2022 im Fall "Staatsstreich II" nichtig. Unverzügliche Freilassung von Áñez angeordnet. Weiteres Verfahren liegt beim Parlament
La Paz. Das Oberste Gericht Boliviens hat die zehnjährige Haftstrafe der ehemaligen De-facto-Präsidentin Jeanine Áñez aufgehoben und ihre sofortige Freilassung angeordnet. Die Richter haben damit das Urteil aus dem Jahr 2022 im Fall "Staatsstreich II" kassiert und für ungültig... weiter

Boliviens Ex-Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada zu sechs Jahren Haft verurteilt

Urteil erging in Abwesenheit. Handeln des ehemaligen Präsidenten löste den "Gaskrieg" von 2003 aus. Verurteilter lebt in den USA
La Paz. Der ehemalige Präsident von Bolivien, Gonzalo Sánchez de Lozada, ist vom Obersten Gerichtshof des Landes in Abwesenheit zu einer Haftstrafe von mehr als sechs Jahren verurteilt worden. Das Urteil erging am 3. Dezember 2024 im Zusammenhang mit einem fast 20 Jahre andauernden... weiter