Nachrichten (Alle Länder, Soziales)

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Megagesetz in Chile begünstigt Reiche und erhöht Ungleichheit

Chilenisches Parlament
Steuersenkungen sollen Wachstum bringen. Opposition warnt vor geringeren Staatseinnahmen und Zerstörung sozialer Errungenschaften. Zustimmung im Senat nicht sicher
Santiago de Chile/Valparaíso. Am vergangenen Mittwoch hat das Parlament in Chile die Megareform "Plan für den Nationalen Wiederaufbau" von Präsident José Antonio Kast mit 90 zu 59 Stimmen angenommen. Die Oppositionsparteien stimmten geschlossen gegen das Gesetz. Die Partei PDG (... weiter

Blockaden und Versorgungsengpässe in Bolivien

Seit zwei Wochen dauern Straßensperren und Proteste an. In La Paz und El Alto fehlen Lebensmittel, Gas und Medizin. COB verlangt den Rücktritt von Präsident Rodrigo Paz
La Paz. Nach zwei Wochen anhaltender Straßenblockaden und Proteste verschärft sich die politische und soziale Krise in Bolivien. Besonders betroffen ist dabei La Paz, wo es zu zunehmenden Versorgungsengpässen und gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt. Die Protestierenden fordern... weiter

Kuba und USA sprechen in Havanna trotz verschärfter Drohungen aus Washington

CIA-Direktor leitete Delegation. Exilkubaner sprechen von "Ultimatum". Auswirkungen der US-Blockade für Kuba sind gravierend
Havanna. Am Donnerstag hat die kubanische Regierung über eine Gesprächsrunde mit Vertretern der US-Regierung informiert. Demnach habe die US-Regierung einen Antrag für ein solches Treffen gestellt und die Regierung Kubas dem zugestimmt. Die kubanische Seite soll seit Jahren solche... weiter

Massenproteste in Argentinien gegen Mileis Unikürzungen

Bis zu 1,5 Millionen Menschen auf der Straße. Regierung spricht von "politisch motivierten" Demonstrationen und weigert sich, auf Forderungen einzugehen
Buenos Aires et al. Zahlreiche Menschen sind am Dienstag in Buenos Aires und anderen Landesteilen von Argentinien auf die Straße gegangen, um gegen die Budgetkürzungen des rechten Staatspräsidenten Javier Milei an den öffentlichen Hochschulen zu protestieren. Nach Schätzungen... weiter

Polizei räumt Besetzung im Rektorat der USP in Brasilien

Einsatz in São Paulo am frühen Sonntagmorgen. Dutzende Beamte setzen Schlagstöcke und Tränengas ein. Fünf Studierende verletzt, 150 vorübergehend festgenommen
São Paulo. Gewaltsam hat die Militärpolizei des Bundesstaats São Paulo am frühen Sonntagmorgen die Besetzung der Zentralhalle des Rektorats der öffentlichen Universität von São Paulo (USP) durch streikende Studierende beendet. Auf in sozialen Medien veröffentlichten Bildern sind... weiter

Vier Männer wegen Beteiligung am Mord an Haitis Präsidenten verurteilt

Ein Geschworenengericht in Miami sprach vier Angeklagte schuldig. Das Strafmaß folgt im Juli
Miami. Ein Gericht in Miami hat vier Männer aus Südflorida wegen des Komplotts zur Entführung oder Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse verurteilt. Die Staatsanwaltschaft argumentierte bei der Urteilsverkündung am Freitag vergangener Woche, dass die vier... weiter

El Salvador: Krise im Agrarsektor

Die Regierung behauptet Agrarsektor umfassend zu unterstützen. Expert:innen widersprechen und warnen vor sinkender Produktivität, steigenden Kosten und zunehmender Landflucht
San Salvador. Die Landwirtschaft in El Salvador steckt in einer tiefen Krise. Während Kleinproduzent:innen über steigende Kosten, zunehmende Unsicherheiten, sinkende Rentabilität und wachsende Konkurrenz durch Importe klagen, präsentiert die Regierung ihre Agrarpolitik als... weiter

Wahlkampf in Brasilien: Lula stellt neues Entschuldungsprogramm vor

Regierung strebt wirtschaftliche Erholung und Entlastung für sozial Benachteiligte an. Kritiker bemängeln, dass Ursachen der Verschuldung nicht adressiert werden
Brasília. Die Regierung von Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat am Montag ein neues Programm zur Umschuldung von Familien, Studierenden, Rentnern und kleinen Unternehmen vorgestellt. Ziel ist es, die hohe Verschuldung von Millionen Brasilianern zu verringern und die... weiter

Regierung von Chile will Bildungsetat um 15 Prozent kürzen

Dokument aus dem Finanzministerium sieht den Abbau von Programmen vor. Größter Posten ist die Schulspeisung. Lehrerverband, Opposition und Studierende protestieren
Santiago de Chile. Der chilenische Finanzminister Jorge Quiroz hat Einsparungspläne für das Bildungssystem vorgelegt, die im gesamten Bereich Einschnitte sowohl für Lehrende als auch für Schüler:innen und Studierende bedeuten könnten. Die geplanten Kürzungen sind auf breite Kritik... weiter

Solidarität mit Kuba prägt den 1. Mai in Lateinamerika

Hohe Lebenshaltungskosten und Solidaritätsaufrufe prägen viele Demonstrationen. Kontroverse um Lohnerhöhungen in Venezuela. Linke Präsidentschaftskandidaten in Kolumbien sprechen auf Kundgebungen
Havanna/Caracas et.al. Eine der größten Kundgebungen hat in Havanna stattgefunden. In der kubanischen Hauptstadt versammelten sich nach Veranstalterangaben rund eine halbe Million Menschen, um in den frühen Morgenstunden gegen die Aggression der USA zu protestieren. An der Spitze... weiter

Latinos in den USA mobilisieren zum 1. Mai

Netzwerke wie CHIRLA, Movimiento Cosecha und United We Dream koordinieren Aktionen in mehreren Städten. Themen sind Arbeit, Migration und soziale Rechte
Washington. Zum 1. Mai haben in den USA Latino-Organisationen zu Demonstrationen und Veranstaltungen mobilisiert. Beteiligt waren die "Coalition for Humane Immigrant Rights" in Los Angeles, "Movimiento Cosecha" in Städten wie New York und Boston, "United We Dream" in landesweiten... weiter

"Die bolivarische Regierung ist in Venezuela weiter an der Macht"

Interview mit Carsten Hanke vom Weltfriedensrat: Neue Gesetze zu Erdöl und Bergbau in Venezuela sind ein Rückschritt, haben aber möglicherweise einen Krieg verhindert
Caracas. Thorben Austen aus der Redaktion von amerika21 interviewt Carsten Hanke vom Weltfriedensrat in Caracas. a21: Sie befinden sich aktuell in Venezuela. Was ist der Zweck Ihrer Reise? CH: Wir besuchen von der Gesellschaft für Frieden und internationale... weiter

Bayer wegen Pestizidexporten nach Brasilien in der Kritik

Leverkusen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Bayer-Konzern bei seiner Hauptversammlung am 24. April aufgefordert, Verantwortung für die Gefährdung Indigener Völker durch in der EU verbotene Pestizide zu übernehmen und den Export dieser Pestizide zu stoppen. Die... weiter