Kolumbien / Soziales

Shakira will Schulen in Kolumbien nach Erdbeben helfen

Bei einem Besuch in Quibdó kündigte sie Hilfe für beschädigte Bildungseinrichtungen an

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Shakira in einer Schule im Chocó. Die kolumbianische Sängerin kündigte Unterstützung für den Wiederaufbau von durch das Erdbeben betroffenen Bildungseinrichtungen an
Shakira in einer Schule im Chocó. Die kolumbianische Sängerin kündigte Unterstützung für den Wiederaufbau von durch das Erdbeben betroffenen Bildungseinrichtungen an

Quibdó. Die kolumbianische Sängerin Shakira hat bei einem Besuch in Quibdó, der Hauptstadt des Departamentos Chocó, Unterstützung für den Wiederaufbau von durch das Erdbeben beschädigten Bildungseinrichtungen angekündigt.

Während ihres Besuchs besichtigte die Künstlerin beschädigte Schulen und traf sich mit Schüler:innen, Familien sowie lokalen Behörden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP stürzten infolge des Erdbebens rund 40 Schulen vollständig ein, während weitere etwa 200 Schulen erhebliche Schäden erlitten.

Die Gouverneurin des Chocó, Nubia Carolina Córdoba-Curi, begleitete Shakira während ihres Besuchs in Quibdó und informierte die Sängerin über die Schäden an der Bildungsinfrastruktur. Bereits unmittelbar nach dem Erdbeben hatte die Gouverneurin in einer Erklärung auf die Lage hingewiesen: "Wir haben gerade ein schweres seismisches Ereignis im Departamento Chocó erlebt. Wir sind wegen möglicher Nachbeben besorgt. Obwohl das Epizentrum in San José del Palmar lag, gibt es in der Hauptstadt Quibdó Verletzte und schwere Schäden an Gebäuden. Wir führen bereits eine Schadensbewertung durch."

"Was mir am meisten Sorgen bereitet, ist, dass die Schulen nicht wieder aufgebaut werden, sobald dieser Notfall vorbei ist", erklärte Shakira während ihres Besuchs. Die Sängerin betonte, dass jeder Tag, den Kinder außerhalb des Klassenzimmers verbringen, einen Verlust für ihre Zukunft bedeute.

Shakira wurde von dem US-amerikanischen Philanthropen Howard Buffett begleitet. Die Howard G. Buffett Foundation wird gemeinsam mit Shakiras Fundación Pies Descalzos zehn Schulen wiederaufbauen. Darüber hinaus kündigte die Sängerin an, ihre persönlichen Bemühungen auf die Unterstützung des Wiederaufbaus der Universidad Tecnológica del Chocó zu konzentrieren, die durch das Erdbeben schwer beschädigt wurde.

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Für die Wiederherstellung der Bildungsinfrastruktur wurden zunächst insgesamt 1,25 Millionen US-Dollar zugesagt. Davon stammen 500.000 US-Dollar vom FIFA Global Citizen Education Fund, weitere 500.000 US-Dollar von Live Nation und 250.000 US-Dollar von der CAF, der Entwicklungsbank Lateinamerikas und der Karibik. Die Fundación Pies Descalzos soll die Arbeiten gemeinsam mit lokalen Behörden und den betroffenen Bildungsgemeinschaften koordinieren.

Howard Buffett kündigte zudem an, dass seine Stiftung am Wiederaufbau von zehn weiteren Schulen sowohl in Quibdó als auch in ländlichen Gebieten beteiligt sein werde.

Während ihres Besuchs betonte Shakira die Bedeutung einer möglichst schnellen Wiederherstellung der Bildungseinrichtungen. "Schulen sind mehr als nur Gebäude. Sie geben Kindern die Stabilität und die Routine, die sie nach einer Katastrophe am dringendsten brauchen", erklärte sie. Das unmittelbare Ziel sei es, Lernenden eine sichere Rückkehr in den Unterricht zu ermöglichen.

Shakiras Besuch reiht sich in weitere Initiativen von Künstler:innen zur Unterstützung der vom Erdbeben Betroffenen ein. Marc Anthony und Chayanne nahmen an einem Benefizkonzert in Miami teil. Karol G kündigte an, die Spenden ihrer Fans über ihre Fundación Con Cora zu verdoppeln und sich gemeinsam mit Maluma, Sebastián Yatra und weiteren Künstler:innen an einer weiteren Solidaritätsveranstaltung zu beteiligen.

Mit den während des Besuchs angekündigten Maßnahmen ist die Rückkehr von Kindern und Jugendlichen in die Klassenzimmer zu einem zentralen Ziel der privaten Hilfsinitiativen geworden. "Der Chocó ist nicht allein. Kolumbien ist nicht allein. Und wir werden weitermachen", erklärte Shakira.