Hans Weber

Korruptionsvorwurf gegen Trump wegen Öl aus Venezuela

Erster Öl-Verkauf ging an Spender von Trumps Wahlkampagne. Schweizer Firma profitiert davon
Washington. Die US-Regierung hat zum ersten Mal seit der Festnahme von Nicolás Maduro venezolanisches Öl an die Firma Vitol verkauft. Der Deal hatte ein Volumen von rund 250 Millionen US-Dollar. Das in Genf ansässige Handelsunternehmen unterhält einen US-Sitz in Houston und einer... weiter

Ultrarechte Venezolanerin Machado erhält Friedensnobelpreis

Wiederholte Forderung nach US-Militärintervention in Venezuela. Machado schlägt über die Regierung Maduro ähnliche Töne an wie Trump. Kolumbianische Rechte feiert Verleihung
Caracas/Oslo. Inmitten konkreter militärischer Drohungen der US-Regierung gegen Venezuela hat das norwegische Nobelkomitee eine Befürworterin dieser Politik mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Am heutigen Freitag verkündete das Komitee die Auszeichnung der venezolanischen... weiter

Milei ermöglicht den Einsatz von US-Truppen in Argentinien ohne Zustimmung des Kongresses

Maßnahme als Gegenleistung für Rettungspaket von Trump gesehen. Bei einer Umfrage sind 71 Prozent der Befragten dagegen. Sorge um Souveränität
Buenos Aires. Die Regierung von Javier Milei hat per Dekret die Einreise von US-Militärkräften nach Argentinien genehmigt. Laut der Verordnung sollen US-Truppen zwischen dem 20. Oktober und dem 15. November an der "Operation Dreizack" (Operación Tridente) teilnehmen. Die Opposition... weiter

USA stufen Kolumbien im Drogenkampf erstmals seit drei Jahrzehnten herab

Beobachter:innen werten den Schritt als politisch motiviert. Petro nennt ihn Erpressung. Bogotá will die Abhängigkeit von Hilfe aus den USA verringern
Bogotá/Washington. Die US-Regierung unter Donald Trump hat am Montag dieser Woche die neue Einstufung Kolumbiens als "nicht kooperierend in der Drogenbekämpfung" bekanntgegeben. Die Nachricht löste großes Aufsehen in Politik und Medien aus, da dies seit 1997 nicht mehr vorgekommen... weiter

Petro wirft Drummond und Glencore verbotene Kohleexporte aus Kolumbien nach Israel vor

Kolumbianische Kohleexporte trotz Verbotsdekret vom August. Basisorganisationen fordern Stopp
Bogotá. Präsident Gustavo Petro hat den Export von Kohle aus Kolumbien nach Israel durch die Konzerne Drummond und Glencore angeprangert. Im August 2024 hatte Petro per Dekret die Ausfuhr von Kohle aus dem südamerikanischen Land nach Israel untersagt. Beide multinationalen... weiter

Kolumbien: Petros Rede zur Entwicklungshilfe verärgert Macron bei Sevilla-Konferenz

Petro kritisiert Rechtsradikalisierung im globalen Norden und warnt vor marktbasierten Lösungen für die Klimakrise. Macron fordert "Respekt"
Sevilla. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich bei der vierten UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla deutlich gegen die Kritik des kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro am globalen Norden gewandt. In einem der hochrangigen Foren der Sevilla-Konferenz... weiter

Acht Jahre Uribe

Wirtschaftswachstum für Großunternehmer und Verwicklungen des Expräsidenten in Paramilitarismus
Uribe sei "der beste Präsident, den Kolumbien je hatte", sagte der neue Staatschef des südamerikanischen Landes, Juan Manuel Santos, über seinem Vorgänger und Mentor in seiner Siegesrede nach den Präsidentschaftswahlen. Die wohlwollende Haltung der wichtigsten Medien Kolumbiens hat diese Meinung... weiter

Die USA und das Risiko einer Einmischung in die Wahlen in Kolumbien

Interview mit dem progressiven Präsidentschaftskandidat Iván Cepeda
Der kolumbianische linke Präsidentschaftskandidat Iván Cepeda spricht mit Jacobin über die Errungenschaften von Gustavo Petro, den Angriff der USA gegen Venezuela und die gefährlichen Interventionen der Regierung Trump in Lateinamerika. Iván Cepeda ist Senator des Pacto Histórico (des... weiter

Der koloniale Plan von Trump und Rubio für Venezuela

Drei-Phasen: Erdöl "nehmen", Markt für US-Konzerne öffnen und dann einen "Übergang"
Donald Trump hat verlangt, dass die venezolanische Regierung unter Delcy Rodríguez die wirtschaftlichen Beziehungen zu Kuba, Russland, China und Iran abbricht, sämtliche Öleinnahmen über von Washington kontrollierte Bankkonten leitet, alle benötigten Produkte in den Vereinigten Staaten erwirbt und... weiter

Wie Trump alte Ölkonflikte zum Kriegsargument gegen Venezuela macht

Gelöster Ölstreit mit ExxonMobil und ConocoPhillips neu verpackt als Legitimation für die US-Angriffe
Die kriegerische Rhetorik von US-Präsident Donald Trump, der Venezuela beschuldigt, Öl und Vermögenswerte der USA "gestohlen" zu haben, ist nicht neu. Sein unmittelbares Ziel ist es, die Seeblockade und den aktuellen Militäreinsatz zu rechtfertigen, doch sein Argument geht auf einen bestimmten und... weiter

Das "Trump-Korollar" zur Monroe-Doktrin und der Raub an Venezuela

Lateinamerika im Zentrum der neuen US-Sicherheitsstrategie. Psychologische Kriegsführung
Durch gezielte Medienleaks und als Teil der aero-maritimen Militäroffensive in der Karibik konstruieren die psychologischen Operationen der CIA die Achse Caracas–Havanna als "Bedrohung" für die nationale Sicherheit der USA. James Monroe ist präsent, und seine "Doktrin" wurde in der neuen... weiter

Trumps Drohungen gegen Venezuela und Kolumbien

US-Präsident: "Wir werden diese Hurensöhne ausschalten." Petro warnt vor US-Kriegserklärung
US-Präsident Donald Trump hat am 2. Dezember seine Drohung bekräftigt, militärische Angriffe gegen jedes Land durchzuführen, das Drogen in die Vereinigten Staaten liefert. Er verteidigte die Bombardierung von Schiffen mit der Begründung, dass diese Drogen in der Karibik transportiert hätten, und... weiter

Venezuela zum Verkauf durch Nobelpreisträgerin María Corina Machado

Sie bietet US-Konzernen Ressourcen des Landes im Wert von 1,7 Billionen US-Dollar an
Die ultrarechte venezolanische Putschistin María Corina Machado, die den Friedensnobelpreis erhalten hat, kündigte eine "massive Privatisierung" an und bot an, die Ressourcen ihres Landes im Wert von 1,7 Billionen US-Dollar an US-Unternehmen zu verkaufen. Machado wird seit mindestens 2003 von der... weiter

Digitale Neofaschismen gestalten die Politik in Lateinamerika neu

Think Tanks, Bots und Algorithmen im Dienst autoritärer Projekte auf dem Subkontinent
Die Massenproteste gegen die Politik von Javier Milei in Argentinien haben erneut ein Phänomen ins Spiel gebracht, das die gesamte Region durchzieht: den Vormarsch neofaschistischer Projekte, die mit koordinierten, transnationalen Strategien operieren. Dabei handelt es sich nicht um mechanische... weiter

Die US-Politik zu Venezuela: Ein Spiel der Zweideutigkeit

Werden die USA mit Venezuela verhandeln oder militärisch eskalieren?
Wenn es in den Vereinigten Staaten Widerstand gibt, findet Trump auch in Lateinamerika nicht die erwartete Unterstützung. In den letzten Tagen hat die US-Politik gegenüber Venezuela eine widersprüchliche Form angenommen. Einerseits erklärt Washington seine Gesprächsbereitschaft. Andererseits bleibt... weiter

Wahlen in Chile

Zwischen den Impulsen des sozialen Aufstands von 2019 und der ultrarechten Stärkung des Marktes
Chile wird am 16. November einen neuen Präsidenten wählen, und die Entscheidung fällt zwischen zwei starken Kandidaturen: der regierungsnahen Kandidatin und kommunistischen Aktivistin Jeannette Jara und dem ultrarechten José Antonio Kast. Chile bereitet sich auf eine Wahl vor, die weiterhin auf... weiter

Gedanken nach den Zwischenwahlen in Argentinien

Wie sich der überwältigende Sieg von Milei erklärt
Trotz des brutalen Kaufkraftverlusts und einer Reihe von Korruptionsskandalen führten die Zwischenwahlen in Argentinien zu einem überwältigenden Sieg für La Libertad Avanza (Die Freiheit schreitet voran, LLA), die Partei von Javier Milei. Und jetzt? Die Ergebnisse der Zwischenwahlen in... weiter