Jan Marinko

USA sichern sich Zugang zu Brasiliens seltenen Erden

Weißes Haus unterstützt Kauf durch US-Bergbaukonzern. Größtes Vorkommen außerhalb Chinas. Kritiker sehen darin "Schlag gegen die Souveränität" Brasiliens
Goiânia. Der Konzern USA Rare Earth hat den Kauf des in Brasilien ansässigen Bergbauunternehmens Serra Verde für 2,8 Milliarden US-Dollar angekündigt. Die Lagerstätte im Bundesstaat Goiás gilt als strategisch wichtig, da sie zu den wenigen bekannten Vorkommen außerhalb Asiens... weiter

EU treibt Mercosur-Abkommen voran, Kritik aus Deutschland

Die EU-Kommission will den Handelsteil vorab anwenden. NGOs aus Deutschland und Europa warnen vor mehr Abholzung in Brasilien. Die EuGH-Prüfung zum Vertrag steht noch aus
Berlin/Brüssel/Brasília et al. Trotz erheblicher Widerstände und rechtlicher Bedenken will die EU-Kommission den Handelsteil des EU-Mercosur-Partnerschaftsabkommens vorläufig anwenden. Dies ist geplant, obwohl das Europäische Parlament im Januar 2026 zunächst eine juristische... weiter

Deutschland stimmt Freihandelsabkommen mit Mercosur zu

NGOs und Bauernverbände kritisieren das Abkommen. Sie warnen vor mehr Abholzung, Pestiziden und Gesundheitsrisiken
Berlin. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch der Unterzeichnung des Handels- und Partnerschaftsabkommens zwischen EU und Mercosur zugestimmt. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte bereits an, dass er dies spätestens auf der letzten Sitzung des Europäischen Rats in diesem Jahr, am 18... weiter

Brasiliens Staatsanwaltschaft fordert Stopp von CO2 Projekt

Bundesstaatsanwaltschaft klagt gegen REDD+-Projekt im Bundesstaat Amazonas wegen fehlender Konsultation indigener Gemeinden. Umweltbehörde Sema weist die Vorwürfe zurück
Manaus. Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft (MPF) hat die sofortige Aussetzung eines Projekts zur "Verringerung von Emissionen durch vermiedene Entwaldung und Waldschädigung" (REDD+-Waldschutzprojekt) in Schutzgebieten indigener und traditioneller Bevölkerungsgruppen im... weiter

Illegale Rinderzucht in Brasilien zerstört Regenwald

Menschenrechtsorganisation dokumentiert Fälle in Terra Nossa und Cachoeira Seca. Über Zwischenbetriebe gehen Tiere an JBS-Schlachthöfe. Produkte könnten bereits in die EU gelangt sein
São Paulo. Im brasilianischen Bundesstaat Para, Austragungsort der diesjährigen UN-Klimakonferenz COP30 im Amazonasgebiet, zerstören illegale Rinderfarmen weiterhin großflächig den Regenwald und bedrohen die Existenz von Kleinbauern und indigenen Gemeinschaften. Das geht aus... weiter

Brasilien: Klage gegen CO2-Handel im Amazonas

CO2-Zertifikate für Großkonzerne wie Amazon, Walmart und andere. Staatsanwälte klagen gegen Abkommen. Indigene Gruppen kritisieren Vertrag mit der LEAF-Koalition
Belém. Im brasilianischen Bundesstaat Pará wächst der Konflikt um ein Abkommen zum Verkauf von CO2-Zertifikaten aus dem Amazonasgebiet. Anfang Juni haben Bundesstaatsanwälte Klage gegen das Abkommen eingereicht, das Pará im September 2024 mit der internationalen LEAF-Koalition... weiter

Kolumbien will 40 Milliarden US-Dollar in Energiewende und Naturschutz investieren

Umweltministerin kündigt Investitionsplan für den "sozio-ökologischen Übergang" an. Industrieländer und Entwicklungsbanken sollen mitfinanzieren
Bogotá. Die kolumbianische Regierung hat einen 40 Milliarden US-Dollar schweren Investitionsplan für die Energiewende auf den Weg gebracht. Dieser zielt darauf ab, Investitionen aus dem Ausland anzulocken, um die Öl- und Gasförderung durch saubere Energiequellen und grüne... weiter

Brasilien: Richtungswahl auch für das Klima und die Umwelt

Sowohl Jair Bolsonaro als auch Lula da Silva werben mit mehr Klimaschutz um die Gunst der Wähler. Eine Analyse
Am 2. Oktober 2022 können 156 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer einen neuen Präsidenten wählen. Die Wahl zwischen dem Amtsinhaber Jair Bolsonaro und seinem Herausforderer Lula da Silva gilt als richtungsweisend, auch für die Umwelt- und Klimaschutzpolitik des südamerikanischen Landes,... weiter

Ist das EU-Mercosur Freihandelsabkommen entwaldungssicher?

Neue Studie prognostiziert steigende Entwaldungsraten in Mercosur-Staaten. Abholzungsrisiko besonders hoch im Amazonasgebiet Brasiliens
Im Juni 2019 einigten sich die Europäische Kommission und die Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay auf ein Handelsabkommen, das nach der Ratifizierung durch die teilnehmenden Länder den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten zwischen den beiden Regionen steigern soll.... weiter

Bolsonaro und die neue Umweltpolitik Brasiliens

Bolsonaro
Umweltschützer weltweit sind besorgt über die politischen und institutionellen Umwälzungen der Regierung zu Lasten der Umwelt, des Klimas und von Indigenenrechten
Seit der ultrarechte Jair Messias Bolsonaro (Sozialliberale Partei-PSL) am 1. Januar 2019 sein Amt als Präsident Brasiliens angetreten hat, weht in dem größten Land Lateinamerikas ein neuer Wind. Bereits im hitzigen Wahlkampf vergangenen Herbst hatte Bolsonaro Drohungen gegen Umweltschützer... weiter