Nachrichten (Menschenrechte, Politik)

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Proteste und Diskussionen nach Zwangsräumung in Argentinien

4.000 Polizisten mit Gummigeschossen und Tränengas gegen 1.400 prekär niedergelassene Familien. Kritik von Menschenrechtsgruppen. Staat verspricht Hilfe
Buenos Ares. Tausende Personen haben im Zentrum der argentinischen Hauptstadt gegen die gewaltsame Landräumung in der Ortschaft Guernica demonstriert. An den Protesten beteiligten sich neben direkt Betroffenen auch zahlreiche soziale Organisationen, linke Gruppen sowie Vertreter... weiter

Indigene Gemeinden in Mexiko fordern Anerkennung ihrer Autonomie

Regierung soll Verfassungsreform durchführen, damit indigene Gemeinschaften als Rechtssubjekte anerkannt werden. Widerstand gegen Megaprojekte
Mexiko-Stadt. In Südmexiko werden immer mehr Stimmen laut, die von der Morena-Regierung des Landes Fortschritte bei der Anerkennung der indigenen Rechte einfordern. Im Oktober haben sich mehrere Bündnisse zu diesem Thema geäußert, darunter die Allianz für die Selbstbestimmung... weiter

Neue Kampagne in Mexiko für Entscheidungsfreiheit bei Schwangerschaftsabbrüchen

Frauen organisieren sich gegen Kriminalisierung und die teils lebensbedrohlichen Folgen der Gesetzgebung in einzelnen Bundesstaaten
Mexiko-Stadt. Mitglieder verschiedener feministischer Kollektive haben die Kampagne "Lebendige und freie Frauen" (Mujeres Vivas y Libres) vorgestellt. Ziel ist es, die Kriminalisierung von Frauen, die von ihrem Recht auf Abtreibung Gebrauch machen, als auch die unterschiedlichen... weiter

Zehn Jahre nach Cholera-Ausbruch in Haiti: UNO soll Reparationen zahlen

Zivilgesellschaft veranstaltet Tribunal über Cholera-Epidemie im Jahr 2010. Vereinte Nationen sollen Wiedergutmachung leisten
Port-au-Prince. In der Hauptstadt Haitis sind verschiedene nationale und internationale progressive Plattformen zusammengekommen, um an die durch Soldaten der Vereinten Nationen (UN) ausgelöste Cholera-Epidemie im Jahr 2010 zu erinnern und Reparationszahlungen für die Opfer zu... weiter

Parlament in Bolivien will Putsch-Regierung wegen Massakern anklagen

Kommissionsbericht: Einsatz von tödlichen Schusswaffen zweifelsfrei geklärt, Projektile ausschließlich von Polizei und Militär benutzt
La Paz. Die Untersuchungskommission des bolivianischen Parlaments zu den Massakern im November des vergangenen Jahres in Sacaba und Senkata hat am Montag ihren Abschlussbericht vorgelegt. Damals kamen 20 Menschen ums Leben und mehrere hundert wurden verletzt. Die Kommission kommt... weiter

Mexiko: Deutscher Agrar-Diplomat rügt Ausstieg aus Glyphosat-Import

Mexiko auf dem Weg zum Glyphosat-Verbot. Kritiken aus der deutschen Botschaft "befremdlich". Hürden für mexikanischen Ökoexport in die EU
Mexiko-Stadt. Informationen des mexikanischen Umweltministeriums (Semarnat) zufolge hat der Agrarattaché der deutschen Botschaft in Mexiko, Martin Nissen, vor einigen Monaten "harsche Kritiken" am Import-Stopp von Glyphosat geäußert, den Semarnat seit Ende 2019 schrittweise... weiter

Ein Jahr nach Protestbeginn: Heute Verfassungsreferendum in Chile

Demonstration in Renca
Abstimmung über eine Verfassungsreform ohne Aussicht auf Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen
Santiago de Chile. Rund ein Jahr nach Beginn der Protestwelle stimmt die Bevölkerung in Chile heute darüber ab, ob sie eine neue Verfassung will. Zur Entscheidug steht außerdem, wer diese ausarbeiten soll ‒ eine gewählte verfassunggebende Versammlung oder ein Kongress, der zur... weiter

Kolumbien: Trotz Corona wieder große landesweite Demonstrationen

Enorme indigene Mobilisierung im Vorfeld. Duque weigert sich mit Protestierenden zu sprechen. Auch Farc-Partei beteiligt sich
Bogotá. In Kolumbien sind am Mittwoch landesweit Menschen gegen die Regierung von Präsident Iván Duque auf die Straße gegangen. Die Demonstrierenden forderten ein Ende der anhaltenden Morde an Zivilisten und sozialen Aktivisten sowie Reformen in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft... weiter

Bundesregierung ignoriert Menschenrechtsverletzungen in Brasilien

Linksfraktion stellt "Kleine Anfrage" zur Lage der Menschenrechte in Brasilien. Bundesregierung liegen "keine Erkenntnisse" vor
Berlin/Brasília. In den deutsch-brasilianischen Beziehungen ignoriert die Bundesregierung offenbar Menschenrechtsverletzungen in dem südamerikanischen Land, um das Handelsabkommen Europäische Union ‒ Mercosur nicht zu gefährden. Mit Kritik am rechtsextremen Präsidenten Jair... weiter