Nachrichten (Menschenrechte, Militär)

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Erste Anhörung vor Sonderjustiz für den Frieden in Kolumbien

Erster Fall behandelte Entführungen durch Mitglieder der ehemaligen Farc-Guerilla. Staatsanwalt verhindert Erscheinen von Ex-Farc-Mann Jesús Santrich
Bogotá. In Kolumbien hat die erste Anhörung vor der Sonderjustiz für den Frieden (JEP) in Bogotá stattgefunden. Im Fall 001 sollen Delikte behandelt werden, die von Mitgliedern der ehemaligen Farc-Guerilla begangen wurden. Das im Zuge des Friedensvertrages zwischen dem... weiter

Tödlicher Frieden: Sorge um politische Gewalt in Kolumbien

Seit Friedensabkommen mit Guerilla werden immer mehr Aktivisten ermordet. UNO-Gremium zeigt sich besorgt. Protest vor Botschaften von Kolumbien
Bogotá/New York. Die Prüfkommission der Vereinten Nationen in Kolumbien hat sich besorgt über die zunehmende Gewalt gegen soziale Aktivisten gezeigt. Zugleich sicherten Vertreter des Gremiums Akteuren in dem südamerikanischen Land Unterstützung bei der Suche nach einer "... weiter

Trotz anhaltender Gewalt wird Dialog in Nicaragua wieder aufgenommen

Vergangene Woche unterbrochene Gespräche sollen weitergeführt werden. Beide Seiten verpflichten sich zu Gewaltverzicht. Regierung lässt Gefangene frei
Managua. Die "Gemischte Kommission für den Dialog" in Nicaragua, die einen Ausweg für die vergangene Woche ins Stocken geratenen Gespräche suchen sollte, hat am vergangenen Montag eine Einigung erzielt, auf deren Basis der Dialog nun wieder aufgenommen werden kann. In den Tagen... weiter

Exhumierungen und Folterzentren ‒ Kolumbien weit entfernt von Frieden

Praktiken des Terrors erinnern an Paramilitärs. Deren Hinweise führten bisher zu 9.000 Exhumierungen aus Massengräbern. Folterhäuser an der Pazifikküste
Cali. Die Staatsanwaltschaft im südlichen Pazifikdepartement Nariño bringt Beweise für die Existenz sogenannter Hackhäuser vor. Dies sind von kriminellen Banden geführte Folterzentren. Die örtliche Polizei weist das zurück und behauptet, sie habe ausreichend Nachforschungen... weiter

Armee-General fordert 800 Millionen Euro für Intervention in Rio de Janeiro

Uneinigkeit darüber, wie die Mehrausgaben beglichen werden sollen. Weiterer Mord an Politiker in Rio de Janeiro. Zehn Tote bei Schießereien in Favela
Rio de Janeiro/ Brasília. Rund einen Monat nach Beginn der Militärintervention in Rio hat der verantwortliche Armeegeneral Braga Netto 3,1 Milliarden Reais (rund 800 Millionen Euro) für den Einsatz gefordert. Das Geld werde gebraucht, um Schulden bei Zulieferern von... weiter

Juristischer Widerstand gegen Sicherheitsgesetz in Mexiko

Mehrere Klagen vor mexikanischen Gerichten anhängig. Auch OAS-Kommission eingeschaltet. Verfestigung von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen befürchtet
Mexiko-Stadt. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen aus Mexiko, den USA und Europa haben gemeinsam eine Beschwerde bei der Interamerikanischen Menschenrechtskommission gegen das umstrittene neue Sicherheitsgesetz in Mexiko eingereicht. Zugleich sind mehrere Klagen bei Gerichten... weiter

Mörder von Politikerin in Brasilien benutzten Munition aus früherem Massaker

Militärintervention lässt von Milizen kontrollierte Gebiete in Rio de Janeiro außen vor. Linke EU-Fraktion fordert Aussetzung von Verhandlungen mit Mercosur
Rio de Janeiro. Nach der Ermordung der lokalen Abgeordneten der Sozialistischen Partei (PSOL), Marielle Franco, und ihres Fahrers, Anderson Gomes, legen jüngste Ermittlungen zunehmend den Verdacht nahe, dass die Hinrichtung der Politikerin auf das Konto von para-polizeilichen... weiter

Mord an prominenter Links-Politikerin in Brasilien

Polizei spricht von Hinrichtung. De-facto-Präsident Michel Temer schickt Verteidigungsminister nach Rio de Janeiro. Demonstranten besetzen Stadtparlament
Rio de Janeiro. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind in Rio de Janeiro die lokale Abgeordnete der Sozialistischen Partei (PSOL), Marielle Franco, und ihr Fahrer im Dienstwagen erschossen worden. Ihre Pressesprecherin kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.... weiter

Regierung von Brasilien schickt Militär nach Rio de Janeiro

Polizei, Feuerwehr und innere Sicherheit werden Armeekommando unterstellt. Abstimmung über unpopuläre Rentenreform verschiebt sich
Rio de Janeiro. In Brasilien hat De-facto-Präsident Michel Temer (MDB, früher PDMB) die innere Sicherheit des Bundesstaates Rio de Janeiro per Dekret dem Militär überantwortet. Der Beschluss vom Freitag sieht vor, dass die gesamten Zuständigkeiten der inneren Sicherheit von... weiter