Santiago. Die Regierung von Gabriel Boric in Chile hat ihre Militärattachés aus Israel abgezogen. Die Verträge über Waffenlieferungen, die der chilenische Staat mit israelischen Unternehmen geschlossen hat, werden jedoch nicht gekündigt. Das erklärte Außenminister Alberto van Klaveren bei einer Pressekonferenz.
"Die Lieferung von Verteidigungsgütern durch israelische Unternehmen unterliegt Verträgen kommerzieller Natur, und hier wird natürlich eine kommerzielle Logik angewendet. Diese Verträge sind weiterhin gültig", so der Minister laut der Nachrichtenagentur Efe.
Der chilenische Staat habe derzeit Verträge im Wert von mehreren Millionen US-Dollar mit israelischen Unternehmen in verschiedenen Bereichen, darunter Technologie, Wasserwirtschaft und Verteidigung. Nach Angaben lokaler Medien verwenden sowohl die Streitkräfte als auch die Polizei Kriegsmaterial und Kommunikationsplattformen aus Israel.
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Zur Verlängerung dieser Verträge in der Zukunft sagte Van Klaveren, dass das Verteidigungsministerium dazu Stellung nehmen müsse, heißt bei Efe weiter.
Das Außenministerium hat am Mittwoch in einer Pressemitteilung informiert, dass es "die Militär-, Verteidigungs- und Luftfahrtattachés" aus seiner Botschaft in Tel Aviv abgezogen hat. Die Entscheidung sei Folge "der äußerst ernsten humanitären Lage im Gazastreifen aufgrund der unverhältnismäßigen und wahllosen Militäroperation der israelischen Armee sowie der anhaltenden Hindernisse für die Einfuhr von Hilfsgütern in das palästinensische Gebiet“.
Die chilenische Regierung fordert Israel auf, "seine Militäroperation in den besetzten palästinensischen Gebieten einzustellen, die Einfuhr humanitärer Hilfe zu ermöglichen und internationales Recht sowie das humanitäre Völkerrecht zu achten."

