Kolumbien / Militär / Politik

Rubio besucht Kolumbien und will Partnerschaft zur ultrarechten Regierung ausbauen

Reise führt noch nach Ecuador und Peru. Länder orientieren sich an USA und bauen sicherheitspolitischen Partnerschaft aus

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"Narco Rubio ist nicht willkommen," schreibt der Congreso de los Pueblos
"Narco Rubio ist nicht willkommen," schreibt der Congreso de los Pueblos

Barranquilla. US-Außenminister Marco Rubio hat am Dienstag seine dreitägige Lateinamerika-Reise begonnen. Sie führt ihn nach Kolumbien, Ecuador und Peru. Rubio will mit den Regierungen der drei Länder die Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Drogenbekämpfung, Migration und Handel vertiefen. Die Reise gilt zugleich als Versuch der Regierung von Donald Trump, den Einfluss der USA in Südamerika auszubauen und die Beziehungen zu den neuen rechten Regierungen der Region zu festigen.

Erste Station ist Kolumbien, wo Rubio am Dienstag in Barranquilla mit dem neuen Präsidenten Abelardo de la Espriella zusammentraf. Die kolumbianische Regierung hatte sich von dem Besuch insbesondere Fortschritte bei den Handelsbeziehungen und eine Entlastung von den seit Juli geltenden US-Zöllen in Höhe von 12,5 Prozent erhofft. De la Espriella hatte US-Präsident Donald Trump nach dem schweren Erdbeben im August aufgefordert, die Zölle auszusetzen.

Zudem hat sich die neue kolumbianische Regierung in Sicherheitsfragen deutlich angenähert. Sie hat den Kampf gegen Drogenhandel und bewaffnete Gruppen zu einer zentralen Priorität erklärt und sich Trumps "Shield of the Americas" angeschlossen. De la Espriella sagte wiederholt, er werde wieder Pestizideinsätze gegen Kokafelder aus der Luft durchführen. Diese Strategie hatte bereits in der Vergangenheit wegen ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit sowie wegen der Folgen für die bäuerliche Bevölkerung Kritik geerntet. Die Sprühaktionen zerstören die Lebensgrundlage von Kleinbauern und könnten den Konflikt in den betroffenen Regionen weiter verschärfen.

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Die Regierung der USA verbindet wirtschaftliche Interessen zunehmend mit einer sicherheitspolitischen Partnerschaft. Besonders in Kolumbien trifft sie mit der Regierung unter De la Espriella auf gemeinsame Ziele: Konfrontationskurs zu den bewaffneten Gruppen, Ende des Dialogs, Militarisierung. Kriegsminister Pete Hegseth hat sogar gemeinsame Operationen gegen den Guerillaorganisation ELN und verbliebene FARC-Strukturen ins Gespräch gebracht.

Die Reise findet damit zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich die Regierungen Kolumbiens, Ecuadors und Perus ideologisch deutlich stärker an Washington orientieren. Rubio bezeichnete diese Entwicklung als Teil eines breiteren Trends in der westlichen Hemisphäre und sieht darin eine Grundlage für eine engere politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit.

Nach Kolumbien reist Rubio weiter nach Ecuador, wo er Präsident Daniel Noboa treffen wird, und anschließend nach Peru zu Gesprächen mit der neuen Präsidentin Keiko Fujimori.