Am 18. August wurde der argentinische Politikberater Fernando Cerimedo in Bolivien festgenommen. Seine Ex-Partnerin Nadia Beller, die einen Mordanschlag nur knapp überlebte, wirft ihm vor, hinter dem versuchten Femizid zu stecken. Der Fall führt tief in ein Netzwerk aus Bot-Farmen, Desinformationskampagnen, Korruption, Drogenhandel und Goldschmuggel – mit direkten Verbindungen zu den erfolgreichsten rechten Wahlkämpfen Lateinamerikas der letzten Jahre: Javier Milei in Argentinien, José Antonio Kast in Chile, Nasry Asfura in Honduras und Rodrigo Paz in Bolivien neben anderen.
Wir sprechen mit der argentinischen Journalistin und Autorin Soledad Vallejos ("Los dueños de la libertad") darüber, wer Cerimedo eigentlich ist, wie sein Netzwerk funktioniert, welche Rolle Strategen aus dem unmittelbaren Trump-Umfeld wie Brad Parscale und der Großspender Tim Dunn dabei führen – und was seine Festnahme für kommende Wahlen in Brasilien und Mexiko bedeutet. Außerdem: ein kurzer Rückblick auf den bisherigen Kulturkampf des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella und ein Ausflug in die Geschichte des transnationalen Drogenhandels mit deutscher Beteiligung.

