Nachrichten (Menschenrechte, Militär)

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Gericht in Brasilien annulliert Amnestie für Ex-Guerrillero

Fahndungsphoto Carlos Lamarca
Scharfer Protest von Menschenrechtsorganisationen. Ex-Justizminister kritisiert "Geschichtsrevision". Militärklubs feiern Urteil gegen "Verräter"
Rio de Janeiro. Ein Gericht in Rio de Janeiro hat den Angehörigen des 1971 von Militärkräften erschossenen Ex-Offiziers und Guerrilleros Carlos Lamarca die 2007 von der staatlichen Amnestiekommission anerkannten Entschädigungszahlungen sowie deren Pensionsansprüche aberkannt.... weiter

Mordwelle gegen Indigene in Kolumbien

Eskalation der Gewalt seit Beginn der Landbesetzungen im Dezember. Täter bewegen sich trotz starker Militarisierung im Südwesten des Landes frei
Popayán, Cauca. Die Nasa-Indigenen im Departamento Cauca sind wegen einer Welle von Morden und Todesdrohungen gegen Mitglieder ihrer Gemeinden alarmiert. Seit Anfang dieses Jahres wurden 15 Nasas getötet. 13 von ihnen waren zuvor von Unbekannten verschleppt und Tage später mit... weiter

Elf Empfehlungen der UNO für Frieden in Kolumbien

Bericht der UN-Menschenrechtsorganisation UNHRC betont Defizite für dauerhafte Überwindung des sozialen und bewaffneten Konflikts
Genf. Das Büro des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte hat in Genf seinen Jahresbericht 2014 zur Menschenrechtssituation in Kolumbien präsentiert und dabei auf zahlreiche Probleme hingewiesen. Neben dem zu erwartenden Lob für den Friedensprozess überrascht die UNO mit teils... weiter

UN-Empfehlungen treffen in Mexiko auf taube Ohren

"Die Verschwundenen – Sie fehlen uns alle"
Mexikanische Regierung reagiert kaum auf Empfehlungen des UN-Komitees gegen gewaltsames Verschwindenlassen. Widersprüchliche Daten der Regierung
Genf/Mexiko-Stadt. Das UN-Komitee in Genf hat Empfehlungen an die mexikanische Regierung gegen das gewaltsame Verschwindenlassen veröffentlicht. Angesichts dieses verbreiteten Phänomens in weiten Teilen des Landes existiere in der mexikanischen Gesellschaft eine allgemeine Angst,... weiter

Ex-Militärs der "Todeskarawane" in Chile auf Kaution frei

Nur kurze Haft für mutmaßliche Menschenrechtsverbrecher. Kaution bei umgerechnet 300 Euro. Prozess in Rom wegen Operation Condor
Rom/Santiago de Chile. Die italienische Justiz hat Ende dieser Woche einen Prozess gegen Militärs aus mehreren südamerikanischen Staaten eröffnet, die für die mutmaßliche Ermordung von rund zwei Dutzend italienischen Staatsbürgern in den 1970er und 1980er Jahren verantwortlich... weiter

Haftbefehle gegen Angehörige der Bürgerwehr in Mexiko

Nach Schießerei mit elf Toten bleiben Fuerza Rural-Mitglieder im Bundesstaat Michoacán im Gefängnis. Zweifel an Unabhängigkeit der Justiz
Mexiko-Stadt. Nach den Auseinandersetzungen im mexikanischen Bundesstaat Michoacán am 16. Dezember hat die zuständige Richterin, María Consuelo López Ramírez, die Haftbefehle gegen eine Reihe der Beteiligten nun offiziell bestätigt. Demnach müssen sich der Kommandant der Fuerza... weiter

Bundesbehörden in Mexiko in Massaker verstrickt

Zeitschrift Proceso veröffentlicht neue Rechercheergebnisse auf Basis von Videos, Dokumenten und Zeugenaussagen. Version der Regierung bröckelt
Mexiko-Stadt. Gut zweieinhalb Monate nach einem mutmaßlichen Massaker an Studenten in Mexiko beginnt die offizielle Version der Geschehnisse zu bröckeln, nach der es sich um einen lokalen Konflikt gehandelt hat. Ein US-mexikanisches Rechercheteam berichtet nun, dass die... weiter

Regierung von Mexiko will Image in Europa aufbessern

Menschenrechtsbeauftragter in Berlin. Protest vor Botschaft. Deutsches Ministerium sieht Lage kritisch. Opposition in Berlin gegen Sicherheitsabkommen
Berlin/Mexiko-Stadt. Die mexikanische Staatsführung reagiert nach mehreren Massakern an Zivilisten mit einer internationalen Kampagne auf die zunehmende Kritik. In diesem Zusammenhang besucht der Menschenrechtsbeauftragte des mexikanischen Außenministeriums, Juan Manuel Gómez-... weiter