Nachrichten (Menschenrechte, Militär)

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Ex-Polizeichef Guatemalas in Genf verhaftet

Erwin Sperisen wird für zahlreiche Fälle von Exekutionen verantwortlich gemacht. Schweizer Staatsbürgerschaft verhindert Auslieferung
Genf. Der ehemalige guatemaltekische Polizeichef (2004-2007) Erwin Sperisen ist am vergangenen Freitag in Genf verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn als Drahtzieher außergerichtlicher Hinrichtungen während seiner Amtszeit als Chef der Policia Nacional Civil.... weiter

Uribes Sicherheitschef hatte Kontakt zu Paramilitärs

General a.D. Santoyo gibt vor US-Gericht Weitergabe von Informationen an Paramilitärs zu. Verbindung zu politischen Morden
Bogotá. Der kolumbianische General a.D. Mauricio Santoyo hat vor einem US-Gericht zugegeben, zwischen 2001 und 2008 Geheimdienstinformationen an den paramilitärischen Dachverband Autodefensas Unidas de Columbia (AUC) weitergegeben zu haben. Anklagen hinsichtlich der Verwicklung in... weiter

Polizei in Honduras zerschlägt Landlosenproteste

Polizei geht gegen Landarbeiterfamilien aus der Konfliktregion Bajo Aguán vor. Aktivisten beklagen "illegale Festnahmen und Verschleppungen"
Tegucigalpa. Mit Tränengas und Schlägen sind Sondertruppen der honduranischen Polizei Mitte der Woche gegen Bauern und Bäuerinnen aus der nordhonduranischen Region Bajo Aguán vorgegangen. Die Situation eskalierte, als die Demonstranten eine Lösung des Landkonfliktes im Norden von... weiter

Ex-Militär darf öffentlich Folterer genannt werden

Urteil in Zivilklage vor Gericht in São Paulo bestätigt, dass Ex-Militär ein Folterer ist. Folteropfer bezeichnen Urteil als "Sieg ganz Brasiliens"
São Paulo. Der Justizgerichtshof von São Paulo hat am Dienstag in zweiter Instanz das Recht der Familie Teles bestätigt, den Coronel Carlos Alberto Brilhante Ustra als Folterer zu bezeichnen. Damit lehnte das Gericht die Berufung des Ex-Militärs gegen das Urteil aus dem Jahre 2008... weiter

Verurteilte Militärs verhandeln um Strafnachlass

Inhaftierte Armeeangehörige wollen Urteile mindern. Ermittlungen dauern an. Zivilisten wegen Prämien ermordet
Bogotá. In Kolumbien haben wegen mehrfachen Mordes verurteile Militärs in direkten Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft eine Reduzierung ihrer Strafen ausgehandelt. An den Konsultationen waren 19 Angehörige des Batallions Boyacá der kolumbianischen Armee beteiligt. Die... weiter

Guatemalas Friedensarchiv droht das Aus

Will Präsident Pérez Molina die Aufarbeitung des Krieges und seiner Rolle verhindern? Unklare Lage nach Kündigungen und Dementis
Guatemala-Stadt. 17 Angestellte des guatemaltekischen Friedensarchivs, einer Abteilung des Friedenssekretariats SEPAZ, haben zum Ende des Monats Juni Kündigungsschreiben erhalten. Die Angestellten und Menschenrechtsorganisationen befürchten nun seine Schließung. Das unter der... weiter

US-Sicherheitskräfte an Massaker beteiligt

Angehörige der Opfer von Ahuás
Vier Unbeteiligte bei Anti-Drogen-Operation in Honduras getötet. Widersprüchliche Aussagen von US-Behörden zu dem Vorfall
Tegucigalpa. Mitte Mai wurden bei einem Massaker in der osthonduranischen Region La Moskitia vier Personen getötet, darunter zwei schwangere Frauen und ein 14-jähriger Jugendlicher. Mindestens vier weitere Personen wurden schwer verletzt. Die Gruppe wurde während einer Anti-Drogen-... weiter

Ex-Diktator in Guatemala muss Richter akzeptieren

Ex-Diktator Ríos Montt
Befangenheitsantrag des ehemaligen Juntachef Ríos Montt abgelehnt. Er soll Anfang der achtziger Jahre mindestens elf Massaker an Indigenen befohlen haben
Guatemala-Stadt. Am vergangenen Mittwoch demonstrierten vor dem Obersten Gerichtshof Guatemalas rund 300 Angehörige der indigenen Bevölkerungsmehrheit des kleinen, zentralamerikanischen Landes. Sie fordern Gerechtigkeit für die Gräueltaten, die während der Militärdiktatur von... weiter

Neuer Polizeichef in Honduras ernannt

Interne Krise bei Nationalpolizei nach Mord an bekanntem Radiojournalisten. Soziale Bewegungen befürchten Zunahme der Straflosigkeit
Tegucigalpa. Der honduranische Sicherheitsminister Pompeyo Bonilla hat am Montag die Entlassung des Chefs der Nationalpolizei, Ricardo Ramírez, und die Ernennung von Juan Carlos Bonilla zu dessen Nachfolger bekannt gegeben. Die Regierung Lobo reagiert damit auf eine interne Krise... weiter

Brasilien untersucht seine Vergangenheit

Szene während des Staatsstreichs in Brasilien 1964
Wahrheitskommission soll binnen zwei Jahren Staatsverbrechen aus über vier Jahrzehnten aufarbeiten. Starke Widerstände aus der Armee
Brasília. Brasiliens Wahrheitskommission, die unter anderem die Verbrechen während der Militärdiktatur (1964-1985) untersuchen soll, ist offiziell eingerichtet. "Uns bewegt nicht Revanchismus oder Hass noch der Wunsch, Geschichte umzuschreiben, aber der, zu zeigen was geschehen ist... weiter

Streit um Militärgerichtsbarkeit in Kolumbien

Kolumbiens Armee
Schicksal der Justizreform nach wie vor unklar. Militärs sollen sich selbst überwachen – trotz massiver Verbrechen
Bogotá. Die Zukunft der Justizreform in Kolumbien ist wegen umstrittener Sonderrechte für das Militär weiter unklar. Zwar wollte die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos internationaler und oppositioneller Kritik nachgeben und den Artikel über die Ausweitung der... weiter

Haitis Armee stellt sich wieder selbst auf

Siegerposen: Ende März marschierte die Phantomarmee durch Haitis Straßen
Ehemalige Militärs treten uniformiert in Städten auf und stellen politische Forderungen. Soll die Truppe wieder aufgebaut werden?
Port-au-Prince. In Haiti drängen Angehörige der 1994 aufgelösten Armee auf eine Neugründung der Truppe. Während die Rechtslage nicht vollständig geklärt ist, organisieren einstige Militärs nun auf eigene Faust die Ausbildung von Rekruten. Dem amtierenden Präsidenten Michel Martelly... weiter

Gewalt und Chaos regiert im Norden von Honduras

Gewaltsame Räumung einer Siedlung in Bajo Aguán
Steigende Aggressionen gegen Kleinbauern. Anstieg militärischer und paramilitärischer Aktivitäten in der Region Bajo Aguán
Tocoa/Bajo Aguán. Das lokale Menschenrechtszentrum OPIDHA in Bajo Aguán hat auf erneute schwere Menschenrechtsverletzungen und die weiterhin stark angespannte Situation in der nordhonduranischen Krisenregion aufmerksam gemacht. Zuvor war am 8. Mai die Leiche von José Antonio López... weiter

Proteste gegen Ausnahmezustand in Guatemala

Gewalterfahrung mit Armee und Polizei wurden in Guatemala auch in wandbildern ve
Anwohner fordern Abzug von Polizei und Militär. Bewohner flüchten aus Angst vor Repression über die Grenze nach Mexiko. Eskalation nach Mordanschlag
Guatemala-Stadt. Organisationen von Landarbeitern und Mitgliedern der Volksgruppe der Maya in Guatemala fordern von der Regierung, den Anfang des Monats verhängten Ausnahmezustand in Santa Cruz Barillas im Departement Huehuetenango aufzuheben. Auch sollen Armee und Polizei... weiter