Mexiko-Stadt. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat im Rahmen einer feierlichen Zeremonie Kredite an mexikanische Kleinstunternehmer:innen übergeben. Die mexikanische Regierung unterstützt gemeinsam mit der Financiera para el Bienestar (Finabien) ein Sozialprogramm, das wirtschaftlich Gründungs- und Förderhilfe leisten soll. Sheinbaum betonte, dass insbesondere indigene Kunsthandwerker:innen zu den Hauptbegünstigten dieser Finanzierung gehören.
Zu den neuesten Empfänger:innen der "Créditos a la Palabra" gehören Handwerker:innen des Indigenen Amuzgo aus Gemeinden in den Bundesstaaten Guerrero und Oaxaca. Mit den bereitgestellten Mitteln können die Textil-Handwerker:innen Materialien erwerben, um ihre Kleinstbetriebe zu erhalten und auszubauen. Ein zentrales Ziel des Programms ist die Förderung des Webens der traditionellen Huipil-Blusen, eine der bedeutendsten Textiltechniken der Region. Dadurch soll deren Vermarktung gestärkt, faire Preise gesichert und das wirtschaftliche Wohlergehen indigener und afromexikanischer Frauen verbessert werden.
Bei der offiziellen Übergabe der Kredite erklärte Sheinbaum, Ziel der Regierung sei es, "dass die Frauen des gesamten Amuzgo-Volkes in Würde und Wohlstand leben können" und dass sie Zugang zu den Unterstützungsprogrammen erhalten "ohne bürokratische Hürden, ohne Zwischenhändler und ohne ungerechte Bedingungen". Zudem erinnerte die Präsidentin daran, dass 2025 von der mexikanischen Regierung zum Jahr der Indigenen Frau erklärt wurde – eine Initiative, die, so Sheinbaum, "ein moralisches Bekenntnis und eine formelle Anerkennung der Identität und der Beiträge der indigenen Völker" darstelle.
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Die Generaldirektorin des Nationalen Instituts für Sozialökonomie (INAES), Catalina Monreal Pérez, erklärte, dass die Finanzierung auch dazu dienen solle, Kooperativen für die Vermarktung traditioneller Textilien aufzubauen. Ziel sei es, dass diese Zusammenschlüsse nicht nur die Handwerker:innen selbst, sondern auch ihre Familien einbeziehen, um so eine breitere wirtschaftliche Wirkung zu erzielen und Perspektiven für künftige Generationen von Weber:innen zu schaffen.
Nach Angaben von Finabien wurden bisher rund 6.000 "Créditos a la Palabra" in den Gemeinden Xochistlahuaca, Ometepec, Tlacoachistlahuaca, San Pedro Amuzgo und Santa María Ipalapa vergeben. Darüber hinaus umfasst das Programm ergänzende Initiativen wie ApoyArte, das die künstlerische Entwicklung in Bereichen wie Tanz, Fotografie, Literatur, bildende Kunst, Musik und Theater fördert.
Im Namen der Amuzgo-Gemeinschaft bedankte sich die Handwerkerin Amancia Merino Valtierra für die Unterstützung und betonte, dass die Kredite "eine echte Chance darstellen, die Lebensbedingungen der Frauen, ihrer Familien und ihrer Gemeinden zu verbessern". Sheinbaum, die als Kind mit ihrer Mutter Kunsthandwerker:innen des Amuzgo-Volkes besuchte, beendete ihre Rede mit den Worten: "Das Wort einer indigenen Handwerker:in ist mehr wert als jede Unterschrift oder jeder Vertrag."

