Nachrichten (Honduras, Menschenrechte)

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UN-Experten fordern Stopp von Räumungsbefehlen und Vertreibungen in Honduras

Neue Gesetze bevorzugen die Agrarindustrie. Gewalt gegen Kleinbauern und eine Ernährungskrise werden befürchtet
Tegucigalpa. Experten der Vereinten Nationen (UN) haben sich in zwei Dokumenten an den Staat Honduras gewandt und die aktuelle Politik in Landfragen scharf kritisiert. Im Fokus stehen die Dekrete 107–2026 und 84–2026, die in den vergangenen Monaten in Honduras beschlossen wurden.... weiter

Honduras: Garífuna protestieren für Land und Gerechtigkeit

Protestcamp vor Oberstem Gerichtshof in Tegucigalpa. Anlass ist der Konflikt um ein Grundstück in San Juan
Honduras. In Honduras organisiert die Organización Fraternal Negra Hondureña (OFRANEH) seit einer Woche ein Camp vor dem Obersten Gerichtshof des Landes. Der Zusammenschluss von 46 Garífuna-Gemeinden reagierte damit auf die Zuspitzung eines seit 2006 andauernden Landkonflikts: In... weiter

Ex-Bürgermeister wegen mutmaßlichem Mordauftrag gegen honduranischen Umweltschützer in Haft

Kriminelles Netzwerk hinter dem Mord an Juan López vermutet. Prozess gegen Unternehmer Lenir Pérez wegen illegalen Bergbaus und Umweltdelikten erneut vertagt
San Pedro Sula. Der jüngst abgewählte Bürgermeister der Kreisstadt Tocoa im Aguán-Tal im Norden von Honduras, Adán Fúnes, muss sich als mutmaßlicher Auftraggeber des Mordes an dem bekannten Umweltaktivisten Juan López vor Gericht verantworten. Der Aktivist, Stadtrat und katholische... weiter

Massaker an Kleinbäuer:innen in Honduras

Verbrechen in einer Region mit Landkonflikten. UN-Menschenrechtsbüro und lokale Gruppen fordern Aufklärung und Schutz. Regierung kündigt mehr Polizei im Aguán-Tal an.
Trujillo. Am Donnerstagmorgen sind 19 Bauern:innen, unter ihnen drei Kinder, von Unbekannten auf der Finca Paso Aguán im nördlichen Department Colón erschossen worden. Die Getöteten, die auf dem Weg zur Arbeit in der Ölpalmenplantage waren, lebten in den Gemeinden Rigores und... weiter

Expertenbericht in Honduras belastet Banken und Staat wegen Mord an Cáceres

Mitverantwortung internationaler Entwicklungsbanken bestätigt. Behörden wussten von Mordplänen
Tegucigalpa. Eine unabhängige Expertenkommission hat am Montag die Ergebnisse ihrer Ermittlung zum Mordfall an der honduranischen Aktivistin Berta Cáceres vorgestellt. Während ihrer einjährigen Arbeit hat die Gruppe die Planung und Ausführung des Verbrechens rekonstruiert und die... weiter

Orange Day in Lateinamerika: Demos gegen Femizide

Tausende Frauen protestieren gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Region hat zweithöchste Femizidrate der Welt. Bewusstsein für Problematik wächst
Tegucigalpa et al. In Honduras' Hauptstadt Tegucigalpa sind am Dienstag feministische Kollektive und soziale Organisationen unter dem Motto "Keine Frauenmorde mehr!" zum Justizministerium marschiert. Der Orange Day, begangen am 25. November, ist ein feministischer Kampftag, der auf... weiter

Garífuna in Honduras melden Medienhetze und bewaffnete Angriffe

Afroindigene Gemeinden klagen gegen Medienkooperation. Fehlende Umsetzung der Urteile des Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte führt zu weiterer Eskalation von Landkonflikten
Tegucigalpa. An der honduranischen Karibikküste haben bewaffnete Personen die Bewohner der Dörfer San Juan Tela und Triunfo de la Cruz attackiert und bedroht. Die Schwarze geschwisterliche Organisation von Honduras (Ofraneh), die die afro-indigenen Dörfer begleitet, macht für diese... weiter

Garífuna in Honduras: Spanische Realityshow bedroht Schildkröten

Dreharbeiten auf Cayo Menor fallen in die Nistzeit der Karettschildkröte. Gemeinschaften melden Schäden am Riff. Promishow bedroht indigene Rechte
Cayos Cochinos. Indigene Garífuna protestieren gegen die Dreharbeiten der spanischen TV-Show Supervivientes All Stars auf der Karibikinsel Cayo Menor vor der honduranischen Küste. Die Show beginnt üblicherweise mit Sprüngen von Promis aus einem Hubschrauber auf einen Sandstrand... weiter

Gewalt gegen Landaktivisten in Honduras verschärft sich im Aguán-Tal

Zehn Morde an Kleinbauern seit Jahresbeginn. Konflikt besteht seit Jahrzehnten. Bauernverbände fordern glaubwürdige Untersuchungen und Einhaltung der Verträge mit der Regierung
Tegucigalpa/Tocoa. Am 26. Juli ist in Honduras ein weiteres Mitglied der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft "Gregorio Chávez" erschossen worden. Der 22-jährige Héctor Otoniel Hernández Castro wurde zusammen mit zwei weiteren jungen Männern, die unverletzt blieben, von... weiter