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Mexiko: Festnahme von Mitgliedern des Kartells Jalisco Nueva Generación

Nach dem Einsatz Straßenblockaden und Fahrzeugbrände. Avocadohandel und Beziehungen zu USA betroffen

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In Colesio (im Bild) und dem Nachbarort Tinaja de Vargas, beide im Bundesstaat Michoacán, wurden die Mitglieder des Kartells verhaftet
In Colesio (im Bild) und dem Nachbarort Tinaja de Vargas, beide im Bundesstaat Michoacán, wurden die Mitglieder des Kartells verhaftet

Mexiko-Stadt. Spezialeinheiten der mexikanischen Armee und der Nationalgarde haben in Abstimmung mit dem Ministerium für Sicherheit und Bürgerschutz, der Generalstaatsanwaltschaft und der Marine eine Operation in Tinaja de Vargas und Colesio im Bundesstaat Michoacán durchgeführt und dabei neun Personen festgenommen. Ziel war die Festnahme mehrerer Personen, die von den Behörden als gefährlich eingestuft wurden.

Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, dass die Gewalttaten, die sich am Mittwoch an verschiedenen Orten in Michoacán ereignet haben, im Zusammenhang mit dieser Operation stehen. Genauere Details nannte sie in ihrer morgendlichen Pressekonferenz nicht. Das Sicherheitskabinett werde später über den Sachverhalt berichten, so die Regierungschefin.

Das Ministerium für Nationale Verteidigung teilte noch am selben Tag in einer Pressemitteilung mit, dass im Zuge der Operation neun Mitglieder des Cártel Jalisco Nueva Generación festgenommen wurden. Unter ihnen waren unter anderem die Tochter sowie die Lebensgefährtin von Heraclio N. alias "Tío Lako". Letzterer ist Regionalchef des Kartells in den Bundesstaaten Michoacán und Jalisco. Er sei außerdem dafür verantwortlich gewesen, die Angriffe auf Angehörige der Nationalgarde am 22. Februar 2026 angeordnet zu haben, welche auf die Festnahme von Rubén Oseguera Cervantes alias "Mencho" folgten (amerika21 berichtete).

Nach den Festnahmen kam es insbesondere in den Gebieten Zamora und La Piedad im Bundesstaat Michoacán zu einer Reihe von Straßenblockaden und Fahrzeugbränden. Die Gewalttaten breiteten sich auf verschiedene Orte in Michoacán aus. In der Region Zamora sollen bewaffnete Personen Fahrer von Lastkraftwagen ausgeraubt haben, um die Fahrzeuge bei den Straßenblockaden einzusetzen und sie anschließend in Brand zu setzen. Angesichts dieser Ereignisse leiteten die Behörden Maßnahmen ein, um die Straßen wieder befahrbar zu machen und die Überwachung in den betroffenen Gebieten zu verstärken. Die festgenommenen Personen wurden von den Behörden mit einem Hubschrauber nach Mexiko-Stadt gebracht. Dort werde die Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen fortsetzen.

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Die Operation fand im Kontext der angespannten bilateralen Beziehungen zu den USA statt. Die Trump-Regierung verlangt von Mexiko sichtbare Ergebnisse im Kampf gegen Kartelle, Fentanyl, Geldwäsche und Waffenschmuggel. Gleichzeitig bestehen Konflikte über Souveränität, Visa sowie mögliche US-Einmischung.

Der Bundesstaat Michoacán ist für die Avocado-Produktion und somit auch für den Handel mit den USA zentral. Das US-Landwirtschaftsministerium zog zuvor seine Inspektor:innen angesichts der gewalttätigen Lage vorübergehend aus Michoacán ab und setzte die Einfuhr von Avocados aus. Daraufhin traf sich Omar García Harfuchs, Minister für Sicherheit und Bürgerschutz, am 8. August mit US-Botschafter Ronald Johnson, was zu einer Wiederaufnahme der Aktivitäten in dem Bundesstaat führte.

Inmitten der Spannungen, die die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA während der zweiten Amtszeit von Donald Trump geprägt haben, hat sich Omar García Harfuch als einer der wichtigsten Ansprechpartner in Sicherheitsfragen zwischen beiden Ländern etabliert.